Whistleblower und Fleischkontrolleur verliert Mobbingklage in der 1. Instanz

Wohin?

Bei Mobbing beweisen deutsche Arbeistrichter eine unwahrscheinliche Energie, um Täter zu schützen, so auch im Fall von Heinrich Wehrlin. Als „hochrangiger Lebensmittelprüfer will (er) jahrelang Missstände aufgedeckt haben – nur wenige seiner Hinweise seien weiterverfolgt worden. Jetzt hat er nach SPIEGEL-Informationen das Land Baden-Württemberg verklagt“. (1)

„Er hatte unter anderem der Familie Teufel in Zimmern ob Rottweil vorgeworfen, nach einer Hühnerstall-Kontrolle durch ihn ihre Verbindungen habe spielen lassen. Deshalb sei ihm die Kontrollbefugnis für Hühnerhaltungen entzogen worden. Dies hatte die Familie vehement bestritten, wie NRWZ online am 20. März berichtete“. (1 a.)

Vom Fall der Altenpflegerin aus Berlin wissen wir, deutsche Arbeitsrichter nehmen es mit den Grundrechten nicht so genau. „Zum Glück hatte sie den Mut sich an den  Europäische(n) Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu wenden und hat dort nun Recht bekommen“. (2) Offenbar muss auch der Fleischkontrolleur Baden-Württemberg diesen Weg gehen, wenn er sein Recht bekommen will. Ob er die finanzielle Kraft nach den „jahrelangen Mobbingattacken“ hat, ist wohl die wichtigste Hürde, wie für so viele Mobbingopfer.

„Weil er sich unter anderem bei den Schlachthöfen unbeliebt gemacht habe, sei er einmal sogar in einem Kühlhaus eingesperrt worden, sagt der Fleischkontrolleur. Die Vorgesetzten hätten den Vorfall nicht verfolgt, sondern Druck auf ihn ausgeübt. Schließlich hätten ihn seine Vorgesetzten loswerden wollen. Wegen der „feindlichschikanösen“ Angriffe und der Rufschädigung sei er krank geworden“, Traumatisierung nennen das die Fachleute, Normalzustand unsere Rihcter und Behörden, so lange bis wieder „Ekelfleisch im Supermarkt“ auftaucht. (1)

„Der bisher im Regierungspräsidium tätige Fleischkontrolleur Heinrich Wehrlin hat die Mobbingklage“ – die Forderung des Klägers lautete, „20.000 Euro Schadensersatz und mindestens 30.000 Euro Schmerzensgeld„(1) –  gegen seinen Arbeitgeber verloren. Das Arbeitsgericht wies diese ab – aus Mangel an Beweisen“. (3)

Nicht abgewiesen jedoch wurde bisher die Klage gegen die „außerordentliche Kündigung, die das Regierungspräsidium im März ausgesprochen hatte, weil sich der heute 56 Jahre alte Kontrolleur in Medien negativ über seinen Arbeitgeber geäußert habe. Inzwischen wurde dem seit 2008 krankgeschriebenen Wehrlin wegen seiner Krankheit auch ordentlich gekündigt. Nun streben beide Parteien einen Vergleich an“. (3)

Wann endlich wird diesen Kündigungsorgien ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben. Die „außerordentliche oder fristlose Kündigung „dürfte nur bei Diebstahl, Sachbeschädigung oder Körperverletzung“ ausgesprochen werden, ansonsten hat sie zum Ziel das Opfer finanziell zu schädigen oder gar zu ruinieren und das ist illegal und verstößt gegen die Menschenrechte und das GG. Wenn ein Kündigungsgrund in einer außerordentlichen Kündigung nicht zum Tragen kommt, darf er nicht noch einmal als „Kopie“ in der ordentlichen Kündigung verwendet werden, ob diesen Kopiershopeffekt deutsche Richter je verstehen werden?

1)http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,752004,00.html

1a)http://www.nrwz.de/v6/region/00039588/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/07/22/deutschland-hat-probleme-mit-den-menschenrechten-und-der-meinungsfreiheit/

3)http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/fleischkontrolleur-scheitert-mit-mobbingklage–47703342.html

 

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