Serbien hat ein Anti-Mobbing-Gesetz

Während bei uns Schüler auf Internetportalen fertig gemacht werden, der Berliner Datenschützer Dix nicht den Unterschied zwischen Litauen und Lettland kennt und „Gaddafi für den Präsidenten von Luxemburg“ hält, hat man sich in Serbien dem Mob entgegen gestellt. Man will einfach nicht wie Politiker in Berlin wegschauen oder mitmachen, sondern versucht den Bürgern von Serbien mit einem Gesetz zu helfen. (2)

Und die Wirkung des Gesetzes ist kaum zu überlesen, „seit einem Monat ist ein Anti-Mobbing-Gesetz in Serbien in Kraft. Schon kurz darauf haben hunderte Arbeitnehmer Klage gegen ihre Chefs eingereicht. Dies spreche für die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes, so Experten“. (1)

Und das Gesetz wurde von den serbischen Arbeitnehmern wohl schon lange und sehnlichst erwartet. „Sie saßen sogar mit dem Gesetzestext in der Hand da und sagten, ich habe dies und das Problem, dass in diesem und jenem Teil des Gesetzestextes definiert ist. Ich finde das unglaublich, weil die meisten Menschen noch nicht einmal die Straßenverkehrsordnung so häufig und genau lesen“, so die Beraterin für Arbeitsrecht Olga Kicanovic. (1)

Viele Experten haben Kritik an dem Gesetz geübt, ohne zu verstehen um was es geht, denn Gesetze taugen dann nur etwas, wenn sie von den Bürgern gelesen werden können (Lesbarkeit) und somit eine „Verständnisreichweite“ haben. Juristen und sogenannte Experten meinen immer, sie seien das Maß aller Dinge. Nein, sie sind die Diener des Maßes und müssen an der Verständlichkeit von Gesetzen mitarbeiten.

In Österreich gilt seit einige Zeit der Grundsatz, dass Gesetze so formuliert werden müssen, dass sie der Bürger auch versteht. Expertenkauderwelsch und Insidersprache führt zu nichts, außer dass die Täter sich auch noch rechtlich rechtfertigen können. Man kann nur hoffen, dass Österreich bald ein gemeinsames Anti-Mobbing-Gesetz bekommt, also nicht nur für den öffentlichen Dienst und die Richter und dann werden wir ja sehen, wie es um die Verständlichkeit steht.

Den Serben kann nur gratuliert werden, dass sie endlich ein Anti-Mobbing-Gesetz haben, wobei natürlich die Lohnfortzahlung eine existenzieller Bestandteil eines Anti-Mobbing-Gesetzes sein muss. So wird in Deutschland mit der sogenannten Kündigungsorgie fristlos oder  befristet dem Arbeitnehmer sofort der Lohn gestrichen, so dass viele schon aus Geldmangel gar nicht klagen können, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind ein El Dorado für Mobber, doch auch hier muss das Gesetz die Opfer schützen.

Eine Diskussion diesbezüglich muss unbedingt geführt werden, bevor wir Anti-Mobbing-Gesetze ohne Umsetzungsmöglichkeit erhalten. Nicht umsonst hat Hartz IV wie eine Droge auf die Mobber gewirkt, die Kündigungsorgien wegen Flaschenpfand, Brotaufstrich und Boulettenverzehr haben Deutschland den Ruf einer Gesellschaft ohne Werte und Moral eingehandelt, nicht umsonst gibt es so wenig Sendungen mit Opfern in den öffentlich, rechtlichen Medien. Verstehen kann man das noch besser, wenn man weiß, was bei der ARD und ZDF abgeht. (3)

In Europa haben nun neun Länder ein Anti-Mobbing-Gesetz, „ein solches Gesetz haben bereits Frankreich, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Belgien, die Niederlande und die Schweiz“. (1)

Warum haben wir in Deutschland kein Anti-Mobbing-Gesetz? Weil vielleicht dann auch Bürger gegen Politiker wie den unsäglichen Berliner Datenschutzbeauftrgaten Dix Anzeige erstatten würden?

1)http://balkan24.com/euro-balkan-index/medienspiegel/2501-anti-mobbinggesetz-in-serbien-loest-anzeigenflut-aus.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/03/26/neuer-politischer-unfug-im-cyber-mobbing-krieg-cmk-berlindeutschland/

3)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/04/06/ard-mobbingopfer-lehnt-vergleich-ab/

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Eine Antwort to “Serbien hat ein Anti-Mobbing-Gesetz”

  1. Katharina Drobbner Says:

    Jedes Land -braucht ein ANT-MOBBING-GESETZ!

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