Ärzte warnen vor Langzeitwirkungen von Mobbing

Cybermobbing

In Deutschland werden kaum aussagefähige Untersuchungen zu Mobbing durchgeführt, das hat wohl mit der „stabilen Mobbing-Kultur“ (1) in den Parteien und dem funktionieren eines „System-Mobbing“ wie in Hessen zu tun. (2)  Es könnte ja in so einer Untersuchung zu klaren Aussagen über die Folgen von Mobbing in Deutschland kommen.

In Australien, am anderen Ende der Welt also, hat man nun sich der entscheidenden Frage zu gewandt: „Wie aber wirkt sich Mobbing auf lange Sicht aus“? (3) Bekannt und unbestritten ist, dass gerade „Kinder und Jugendliche, die von Gleichaltrigen schikaniert werden, sich zurückziehen, depressiv werden und in der Schule nachlassen“.(3)

Was aber sind daneben die Langzeitfolgen dieses „Psychokrieges an Schulen, in den Fabriken und Behörden oder Ämtern“? „The objective of this research was to determine whether a history of school bullying victimization is associated with suicidal ideation in adult life“. (4)

Die „australische Psychiater um Leigh Roeger von der University of South Australia“ sind dieser Frage „nachgegangen. Sie befragten 2 907 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 55 und mehr Jahren nach ihren Mobbingerfahrungen„. (3)

Einmal waren die „Erlebnisse … zum Teil traumatisierend und konnten von den Betroffenen nicht vergessen oder verziehen werden“, das heißt im Klartetxt, Mobbing-Opfer ist man ein Leben lang, was unsere Richter und Politiker mit aller „Hartnäckigkeit leugnen“.

Ein weiteres eindeutiges Ergebnis dieser Studie war die Tatsache,  „Personen, die in Kindheit und Jugend schikaniert worden waren, wiesen ein dreimal höheres Suizidrisiko auf als Personen ohne solche Erfahrungen“. (3) Von daher ist eine fehlende Gesetzgebung in Deutschland nicht zu verstehen, außer dass Politiker selber gerne Täter sind.

Es ist auch eindeutig nachgewiesen worden dass Mobbing zu Depression führt, als deutet die rapid ansteigende Zahl der depressiven in Menschen in Deutschland und der EU daraufhin, dass viele Opfer von Mobbing sind oder waren. Schon längst müssten  depressive Patienten in einer umfassenden Studie nach Mobbing-Erlebnissen in ihrem Schul- oder Arbeitsalltag befragt werden. Doch wie viele Politiker sind schon längst selber an Depressionen erkrankt, quasi in ihrem eigenen System des Wegschauens untergegangen?

Tim, keiner war für dich da„The results from the present research suggest that there is a strong association between a history of childhood bullying victimization and current suicidal ideation that persists across all ages“. (4) Auch der Nachweis, dass unter Mobbing-Opfern die Selbstmordrate umd das dreifache höher ist, als bei den Durchschnittsbürgern sollte alle Verantwortlichen aufschrecken lassen, wenn es da eben kein moralsiches Defizit geben würde. Vogel friss oder stirb, ist nicht umsonst ein deutsches Sprichwort und zeigt die Mentalität einer Kultur auf, die so gerne bis zum Ende durchhalten will, egal wofür.

Der Forderung der australischen Wissenschaftler ist nichts hinzu zufügen, außer der Aufforderung an die Verantwortlichen endlich zu handeln, bevor auch wieder einer oder eine die Gewalt nicht gegen sich sondern andere richtet. Der Prozess um Tim K. aus Winnenden sollte Mahnung genug sein, wenn auch die Staatsanwaltschaft, Polizei und Richter zwanghaft versuchen Mobbing in dem Verfahren auszugrenzen.

Charlotte Dawson

Charlotte Dawson

Leiden werden wie immer die Opfer und deren Angehörige und das ein Leben lang. Zeit, dass diese Gesellschaft handelt, und das nicht nur mit der guten Aktion „1000 Koffer“ obwohl ja Tim K. kein Mobbing-Opfer gewesen sein soll, doch so was fragen sich Politiker schon lange nicht mehr, bringt zu viel Arbeit und schlaflose Nächte mit sich.

Bullying prevention programs in schools could hold the potential for longer lasting benefits in this important area of public health„. (5)

* Charlotte Dawson (8 April 1966 – 22 February 2014) was a New ZealandAustralian television personality. Her death by suicide attracted Australia-wide news coverage. Target of (and ambassador against) cyber bullying. On 22 February 2014, Dawson committed suicide in her Woolloomooloo, New South Wales home.[1] A real estate agent found her body when he arrived to inspect the property ahead of its auction.[16

*http://en.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Dawson#Target_of_.28and_ambassador_against.29_cyber_bullying

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.mamamia.com.au/wp-content/gallery/charlotte-dawson-rip/678886-charlotte-dawson.jpg&imgrefurl=http://www.mamamia.com.au/entertainment/dear-charlotte-dawson-we-let-you-down/&h=366&w=650&tbnid=POwZKu-EpHJvMM:&zoom=1&tbnh=103&tbnw=183&usg=__GRA3LRgjZH2CIAlC1Rn6lzvJBaU=&docid=v62LSE8oIHNavM&sa=X&ei=nw2qVK3ZJYHxUsrQgbAL&ved=0CIYBEP4dMAs

„Letzte Änderung am 05.01.2015“

1)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/07/12/hat-die-spd-eine-stabile-%E2%80%9Emobbing-kultur%E2%80%9C/

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/01/27/das-%E2%80%9Esystem-mobbing%E2%80%9Coder-wie-arbeitet-der-hessische-archipel-gulag/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/09/01/bouffier-und-schafer-die-kellner-und-strippenzieher-des-systems-mobbing-hessen/

http://wwwbehoerdenstressde.blogspot.com/2010/12/machenschaften-der-hessischen-polizei.html

http://wwwbehoerdenstressde.blogspot.com/2010/08/system-mobbing-by-polizei-hessen.html

3)http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=80252

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20921863

4)http://journals.lww.com/jonmd/Abstract/2010/10000/Is_a_History_of_School_Bullying_Victimization.5.aspx

5)http://bases.bireme.br/cgi-bin/wxislind.exe/iah/online/?IsisScript=iah/iah.xis&src=google&base=ADOLEC&lang=p&nextAction=lnk&exprSearch=20921863&indexSearch=ID

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3 Antworten to “Ärzte warnen vor Langzeitwirkungen von Mobbing”

  1. Ilia Faye Says:

    Von Menschen, die Mobbing noch nie am eigenen Leibe erfahren haben, wird Mobbing belächelt, als Kleinigkeiten abgetan. Wer einmal selbst zum Opfer wurde, weiß es besser: Mobbing ist Langzeitgewalt mit Tiefenwirkung (http://www.mobbing.ilia-faye.de/Lzg.html) und prägt in den meisten Fällen das Opfer für ein ganzes Leben.
    In meinem Buch (http://www.ilia-faye.de/4.html) habe ich Vergleiche mit dem Stanfort-Experiment angestellt und erschreckende Parallelen zur s. g. „weißen Folter“ gezogen.
    Ich kann mir nicht helfen – ich finde nach wie vor das Verhalten von Mobbern und s. g. „Unbeteiligten“ unfassbar…

    • harrygambler2009 Says:

      Hallo Ilia Faye,
      ein sehr guter Hinweis der Vergelich mit der „weißen Folter“.
      „Unter dem Begriff Weiße Folter werden solche Foltermethoden zusammengefasst, die zwar in ihrer Anwendung und ihrer unmittelbaren Wirkung unsichtbar sind, jedoch die Psyche des betroffenen Menschen angreifen und mitunter dauerhaft erheblich schädigen oder sogar zerstören können. Synonym wird der Euphemismus Saubere Folter verwendet“.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fe_Folter

    • re Says:

      Insbesondere wenn das so extrem stattfindet wie du es im Kanuklub Industrie in Essen Kki-Essen erlebst und in deinem Buch geschrieben hast, soll das wohl krank machen.

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