Kampusch-Chefermittler und Mobbing-Opfer Franz Kroll beging Selbstmord.

Kaum von der Öffentlichkeit in Deutschland wahrgenommen kam es im Juni 2010 zu einer Tragödie* in Österreich, dass vielen Angehörigen von Mobbing-Opfern klar gemacht hat, es hat sich nichts geändert.

Der Fall der als Kind entführten und jahrelang missbrauchten Natascha Kampusch ging um die Welt. „Der Chef-Ermittler der ‚Soko Kampusch’ Franz Kröll“ dürfte kaum jemand außerhalb von Österreich bekannt gewesen sein.(1)

„Wie österreichische Medien berichten wurde der 58-Jährige tot auf der Terrasse seiner Wohnung in Graz gefunden. Der Polizei-Oberst soll sich eine letzte Zigarette geraucht haben, ehe er sich mit einer alten Pistole in den Kopf schoss“. (1)

In seinen Ermittlungen stieß der Chefermittler immer wieder auf heiße Spuren und die Vermutung, ein Dritter aus Deutschland sei in den Fall involviert. “ Chefermittler Mühlbacher schätzt die Deutschlandspur in diesem Fall als nur mittelmäßig interessant ein. In den vergangenen Jahren hätten Polizisten bereits mehrfach versucht, mit Vogel Kontakt aufzunehmen. Dieser habe jeweils zugesichert, die ihm vorliegenden Dokumente zur Verfügung zu stellen – um dann einen Rückzieher zu machen. Laut Mühlbacher sind die derzeitigen Ermittlungen in Österreich weit brisanter: Hier gibt es Ungereimtheiten, die bisher nicht aufgeklärt werden konnten.“(2)

„Der Bruder des Verstorbenen, Karl Kröll, will aber nicht an einen Selbstmord glauben: Ich habe mit ihm telefoniert, er wollte übers Wochenende nach Kroatien fahren und hat alles dafür hergerichtet, erzählt er“.(3)

Und der Bruder hat zum Glück nicht aufgegeben und wurde plötzlich auch zum Opfer der Ermittler.

„Zudem wehrt sich Karl Kröll gegen die Darstellung der Polizei, dass er von den Erben angezeigt worden sei, weil er Dinge aus der Wohnung des toten Bruders entwendet habe. Unsinn, sagt Karl Kröll, erst als ich einem Beamten vom Innenministerium gesagt habe, dass ich meine Unterlagen dem Pilz geben werde, haben die sofort eine Hausdurchsuchung bei mir gemacht. Er habe den Laptop des Bruders der Staatsanwaltschaft übergeben, auf dem aber schon, bevor er ihn hatte, vieles gelöscht wurde. Die Brüder hatten Wohnungsschlüssel von einander. Karl Kröll sagt auch, sein Bruder sei im Dienst massiv gemobbt worden“. (3)

Und dieses Mobbing passt dann wieder mit der Ausage überein, dass  „der von seinen Kollegen als ruhig beschriebene Mann soll an Depressionen gelitten haben“. (1) Depressionen sind fast immer Begleiterscheinungen von Mobbing, und man weiß, dass Depressionen von außen ausgelöst werden können, wie dem berühmten „psycholsozialen Stress“.

Risikofaktor psychosoziale Belastungen, Depressionen treten oft auch nach schweren Lebensereignissen auf. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß Belastungen im zwischenmenschlichen Bereich bereits eine Folge einer Depression sind“. (4)

Nun fragt man sich, warum wird beim Suizid des Chefermitterls nicht im Bezug auf die Mobbing-Attacken und deren Hintergründe ermittelt?

Nach neuesten Pressemeldungen soll nun der ganze Fall Kampusch neu aufgerollt werden, einmal soll ein „illegaler Kampusch-Jäger“, von „Polizist und FPÖ-Gemeinderat“ in (die) Neonaziszene vernetzt“ sein, er wurde jetzt vom Dienst suspendiert. (5)

„Josef Winkler, jener Wiener Polizist und FPÖ-Gemeinderat von Langenzersdorf, der rund um den Fall Natascha Kampusch auf eigene Faust ermittelt haben soll, ist auf Facebook gut mit der rechtsextremen Szene vernetzt. Gegen den Mann laufen Ermittlungen, weil er in der Volksschule eines Mädchens versucht haben soll, an eine Probe ihrer DNA heranzukommen, um zu beweisen, dass sie verwandtschaftlich mit Kampusch in Verbindung steht. Die Mutter des Kindes erstattete Anzeige“. Der Mann scheint wohl vor nichts Achtung und Respekt zu haben. (5)

Und auch das soll es geben, geheime Untersuchungsausschüsse, war mit bisher auch nicht bekannt. „Ein geheimer Parlamentsausschuss untersucht die Ungereimtheiten im Fall der Natascha Kampusch – vielleicht wird alles neu aufgerollt“. (6)

Zumindstens scheint die Einzeltätertheorie nicht zu stimmen. „Seit 2010 tagt in Wien ein geheimer Parlamentsausschuss zu dem Fall. Deren Vorsitzender, der ÖVP-Politiker Werner Amon, sagte jüngst dem Spiegel: Aus meiner Sicht ist eine Einzeltätertheorie nur schwer aufrechtzuerhalten. Und weiter: Es gibt ein dickes Dossier über unterlassene Ermittlungsschritte.“ (6)

Somit müsste aber auch der Suizid des „Chef-Ermittlers der Soko Kampusch, Franz Kröll“ zum Gegenstand der Ermittlungen werden, da Franz Kröll schon immer eine Spur des „Dritten“ nach Deutschland vermutet hat und wenn dann noch Rechtsextremisten im Spiel sind, dann sollte hier wohl mal endlich die EU-Staatsanwaltschaft tätig werden.

Für Frau Kampusch bedeutet dies nun wiederum neue Leiden und Verletzungen, auch die Presse trägt daran eine große Mitschuld. Schließlich war die Frau damals ein junges Mädchen und kein Wanderlexikon der Justiz. (7)

Und ziemlich unerträglich ist die Situation für Frau Kampusch, wenn der „Schmuddelrapper Bushido“ noch ihre Würde und ihr Ansehen in seinen Gossensongs beschmutzt. Auch hier wäre mal der Staatsanwalt gefragt. „Auf dem Labelsampler Vendetta nimmt er in einer Weise Bezug auf Natascha Kampusch, die von vielen Kritikern als geschmacklos bewertet wurde“.(8)Im Übrigen heißt Bushido mit bürgerlichem Namen „Anis Mohamed Youssef Ferchichi„. (8)

1)http://www.rtl.de/medien/information/rtlaktuell/artikel/c567-59b0c-380c-14/kampusch-chefermittler-begeht-selbstmord.html

 2)http://derstandard.at/1256744510493/Hinweise-auf-Mitwisser-Fall-Kampusch-Heissere-Spur-in-Oesterreich

3)http://derstandard.at/1282979511197/Weiter-Raetsel-um-Tod-des-Kampusch-Fahnders?seite=2

4)http://www.depressionen-depression.net/ursachen-von-depressionen/risikofaktoren.htm

5)http://derstandard.at/1330390261544/Suspendierter-Polizist-Illegaler-Kampusch-Jaeger-in-Neonaziszene-vernetzt

6)http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/raetsel-um-entfuehrung-kampusch-bleibt-ein-fall/6283756.html

7)http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Natascha-Kampusch-Fuehle-mich-verletzt/58458345

8)http://de.wikipedia.org/wiki/Bushido_(Rapper)

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2 Antworten to “Kampusch-Chefermittler und Mobbing-Opfer Franz Kroll beging Selbstmord.”

  1. Kingrobinhood Says:

    Da lachen wirklich die Hühner.
    Die Verstrickungen werden von der Justiz geschützt.
    Da sind wohl höchste Kreise verwickelt.
    Bei Pädophilen hat es sich schon immer um Freimaurer und Logenbrüder gehandelt.
    In diesen Logen sitzen höchste Beamte und Politiker, Richter , Staatsanwälte,und noch weitere abnorme…..im Fall Kampusch ist einiges faul …

  2. Susanne Says:

    Was mit dem Herrn Kröll war lässt sich wohl nicht auf Entfernung feststellen. Fakt ist aber, dass Natascha Kampusch massiv gemobbt wird und das in einem etwas anderem Außmaß als es normalerweise der Fall ist. Zudem ist sie sowieso schon traumatisiert. Obwohl sie immer wieder klar und deutlich erklärt hat, dass es nur einen Täter gab – zumindest hat sie nie jemand anderen gesehen – wird behauptet sie würde lügen. Auf diese Weise wird Stimmung gegen sie gemacht und es gibt unzählige Kommentare in Zeitungen und im Internet die erkennen lassen, dass diese junge Frau, die ja das Opfer ist, bereits als Mittäterin angesehen wird, weil bestimmte Leute ihr immer wieder unterstellen sie würde unbekannte Täter decken. Sie kann ja nicht mehr tun als immer wieder zu wiederholen dass sie nur diesen einen Täter gesehen hat. Aufgrund dieser ständigen Behauptungen, sie würde jemanden schützen, kann sie kaum noch auf die Straße gehen, weil sie angepöbelt und sogar bespuckt wird. Das ist eine Schande und jeder der sich als Mobbingopfer ansieht und deshalb auch gegen Mobbing vorgeht, sollte hier offen Stellung für Kampusch beziehen.

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