Sozialarbeiter Thomas Knorr (48) wird nach Elternabend aus dem Job gemobbt

In Deutschland über Probleme reden ist schon ein Abenteuer für sich. Gefährlich ist es, wenn man politische Vorgesetzte hat, die einen Hang zur „Asozialität“ haben.

>>B.Z.-Nachfrage bei Schulleiterin Ruth Jordan: „Ich möchte nichts dazu sagen.“ Georg Zinner, Chef des Nachbarschaftsheims Schöneberg, streitet einen Zusammenhang ab: „Bei der Kündigung haben andere Gründe eine Rolle gespielt, die ich nicht nennen muss.“ Eine Sprecherin der Senatsschulverwaltung sagt: „Ich weiß nicht, warum ihm gekündigt wurde, er war nicht Mitarbeiter unserer Behörde.“ Schönebergs Bildungsstadtrat Dieter Hapel (CDU) erklärte gegenüber der B.Z., er kenne den Fall nicht und sei nicht zuständig.<<

Konkret heißt das, keiner ist zuständig, alle verdienen Kohle, die aus dem Steuersäckle kommt, wie clever. Undd ann hat man natürlich keine eigene Meinung und keine konkrete Aufgabe, so ist das nun mal.

Nur warum geht es konkret. >>Ohne diesen Elternabend, ist sich Thomas Knorr (48) sicher, wäre das alles nicht passiert. „Dann hätte ich meinen Job noch.“ Den Job als Sozialarbeiter an einer Sekundarschule in Schöneberg. In einem kurzen Vortrag erzählte er den Eltern an jenem Abend, welch schroffer Umgangston unter den Schülern herrsche. Und dass türkisch- und arabischstämmige Schüler ihre deutschen Klassenkameraden einschüchtern. Eine Woche später war er gefeuert><<. (1)

Ja so ist das mit unseren Politikern, da hat einem das offene Wort des Sozialarbeiters nicht gepasst und Schwubs hat man ihn kalt gemacht. Würde er Sarrazin heißen, dann würde er ein Buch schreiben und ziemlich dämlichen Mist über Gentechnik erzählen und alle wären begeistert von dem Buch.

Nun wollte aber Thomas Knorr (48) nur über das reden was seine Schützlinge jeden Tag erleben. „Fassungslos machte ihn der Umgangston. Schüler beleidigten sich als Hurensohn, sagten f… dich zueinander, benutzten das Wort Jude als Schimpfwort. Und: Die Deutschen kriegen es immer wieder ab, weil sie in der Minderheit sind. Das bestätigt Schüler Alexander (15, Name geändert): Beleidigungen sind üblich. Ich wurde von arabischen Mitschülern Kartoffel genannt.“(1)

Doch da hat er eben nicht den Hang der CDU zur Meinungsfreiheit beachtet, in der Partei war ein offenes Wort schon immer tödlich für den Beruf. Ziemlich schockierend was da so abgeht.

1)http://www.bz-berlin.de/bezirk/schoeneberg/gefeuert-weil-er-die-wahrheit-sagte-article1030721.html

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