Sind wir Mobbing-Opfer wirklich selber schuld?

Schülertheaterstück zum Thema Mobbing

„Die Fachzeitschrift: Child and Youth Care Forum* hat eine Studie eines Forscherteams der Universität von Linköping (1) veröffentlicht, danach meinten 42 % von „176 Gymnasiasten im Alter von 15 und 16 Jahren“, dass die „Opfer von Mobbing …  häufig selbst die Schuld an den Vorfällen“ tragen. (1)

Die Schuld der Opfer machen sie an „der Norm abweichende(n) Verhalten“ fest und sie „seien anders“ als die anderen “ oder (einfach)komisch“. (2) Näheres wurde zu den m-M. nach hilflosen Aussagen der Schüler nicht erklärt, Schade.

Weiterhin haben 69 % der befragten Schüler zugegeben , dass Mobbing nicht von einer Clique in der Klasse ausgehe, sondern von Einzelpersonen und sie machen „zugleich den Verursacher für das Mobbing verantwortlich“. (2).

Holly Stuckey, 12 years old and dead

„Die Gründe für die Angriffe sahen sie in dessen charakterlichen Schwächen wie Unsicherheit, mangelndem Selbstbewusstsein oder seinem Bedürfnis, Macht zu sichern. Mehr Mädchen als Jungen vertraten diese These“. (2)

Interessant wäre es zu wissen, welche Macht ein Schüler hat und warum er sie sichern will?

„Sieben Prozent machten die allgemeine Situation in der Schule verantwortlich. Nur sehr wenige sahen die Ursachen in der Gesellschaft oder der menschlichen Natur begründet“. (2)

Studien dieser Art gibt es kaum in Deutschland, was schon einiges über den wissenschaftlichen Fortschritt sagt, gerade wenn man die hohe Anzahl vom Amokläufern mit Mobbing-Opfer-Erfahrung kennt.

Es ist zu begrüßen, dass Schweden hier in Europa eine Vorreiterrolle einnimmt und wir so genügt Stoff zur Diskussion bekommen, wo wir zur Veränderung und zum Einhalt gebieten ansetzen können. Mobbing ist nicht naturbedingt, man muss sich nur dagegen wehren.

1)http://www.ibl.liu.se/pedius/forskning/pedagogik-med-inriktning-mot-sociala-interaktioner-och-vardefragor-i-skola-och-utbildning/mobbning?l=sv

*Schikane

Bildungsforschung auf Mobbing hat zwei Niederlassungen: (a) Mobbing als sozialer Prozess und (b) Kinder und Jugendlichen Perspektiven auf Mobbing

Mobbing als sozialer Prozess

In einem laufenden Forschungsprojekt, von der Research Council (Jahre 2009-2013), studierte Mobbing als sozialer Prozess finanziert werden, mit Methoden der Grounded Theory und Feldforschung. Schulkultur, gruppendynamische Prozesse und soziale Interaktionsmuster im Fokus, um besser zu verstehen, wie Mobbing auftritt, gepflegt und verändert zu entwickeln.

Kinder-und Jugendpsychiatrie Perspektiven auf Mobbing

In einem kleineren Projekt, untersuchten die sozialen Repräsentationen von psychologischen Faktoren bei den Studenten im Alter 10-13 und analysiert durch qualitative Interviews und Methoden der Grounded Theory (GT). In einer Fragebogenerhebung, haben wir mit Hilfe von Methoden aus dem GT und Statistiken überprüft und analysiert Gymnasiasten „Beschreibungen und Erläuterungen, warum Mobbing auftritt, die auch in Bezug auf ihr Geschlecht und Selbst-Berichte mit analysiert wurde schikaniert andere, bereits Opfer oder Zeuge Mobbing . In einem laufenden Projekt wird untersucht und analysiert mit Hilfe von qualitativen Interviews und Methoden der GT Jugendliche (Schüler und Studenten) Wahrnehmungen, wie ihre Erfahrungen mit einem Opfer von Mobbing in der Schule betroffen ist sie gewesen. Darüber hinaus gibt es ein laufendes Dissertationsprojekt zum Thema Kinderrechte Perspektiven auf Mobbing. Das Projekt hat eine GT Ansatz (1)

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Eine Antwort to “Sind wir Mobbing-Opfer wirklich selber schuld?”

  1. Ilia Faye Says:

    Da wird untersucht und untersucht, befragt und befragt. Gern auch schiebt man den Opfern die Schuld zu. Das ist der bequeme Weg des geringsten Widerstandes.
    Wie lange noch? Brauchen wir wirklich erst den Antrag zur Erteilung eines Antragsformulars, damit sich etwas ändert?

    http://menschen.ilia-faye.de/hilferufe/

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