Amokläufer und Mobbing-Opfer Florian K. zu 14 Jahren verurteilt

Viele Beoabachter haben den Inhalt des Prozesses überhaupt nicht verstanden, urteilen mit Quasibegriffen wie „weitgehend regungslos und scheinbar emotionslos verfolgt“ oder „kein böser Killertyp, sondern ein kranker Mensch„. Und auch der hilflos wirkende Richter und Vorsitzende „Michael Wolpert sagte, man könne nur hoffen, dass der Verurteilte irgendwann erkennt, was er angerichtet hat“.(1)

Was aber zu bezwweifeln ist, denn der 23-jährige Florian K. leidet an einem „Chromosomendefekt auf den unter anderem sein starkes Übergewicht und Sprachstörungen zurückzuführen sind“, was das für sein Sozialverhalten heißt, wurde leider nicht erörtert. Es hat jedoch zu mindest im Prozess eine große Rolle gespielt, denn Flroian K. kommt in die „Psychiatrie an, wo die Persönlichkeitsstörung des Mannes behandelt werden soll“. (1)

Für die Angehörigen des Opfers, den  58 Jahre alten Lehrer war Florian K. nicht einmal in der Lage eine plausible Form der Entschuldigung vorzulesen, „er hat ja überhaupt keine Reue gezeigt.“(1)

Suizidopfer David Askew

„Als er vor dem Urteil noch einmal das Wort bekam, zog er einen Zettel aus seiner Hosentasche und entschuldigte sich bei der Familie des Opfers für das Leid, das er ihr angetan habe. Wahrscheinlich kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen, was sie durchmachen müssen, sagte er zu der Frau des Getöteten“. (1)

Wie sollte er das auch können, wenn er nicht einmal auf die Mobbing-Attacken an der Berufsschule reagieren konnte. Nach dem von ihm beganngen Mord “ war er laut Wolpert mehr oder weniger planlos durch die Schule gestreift, schoss mit einer Schreckschusswaffe auf weitere Lehrer und entzündete bengalische Feuer„. (1)

Offenbar wird Florian K. in seinem zerstörten Leben als Behinderter immer planlos durch sein Leben streifen. Auch die verspäteten Versuche seiner Umwelt, im begreiflich zu  machen, was er mit seinem Mord angerichtet hat, werden kaum mehr dem Opfer, dem 58 jährigen Lehrer helfen, sie Leben wurde ausgelöscht. Weshalb man Florian K. nicht früher geholfen hat, wurde in dem Prozess nicht geklärt und zeigt die Unfähigkeit und Hilsflosigkeit einer Justitz, wenn Opfer zu Täter werden und planlos morden, wie pflegen Juristen so gerne zu sagen, Mobbing ist nicht rechtlich definiert, das Ergebnis einer solchen Definitionshilflosigkeit sehen wie ja im Fall des Amokläufers Florian K. und seines Opfers.

1)http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-14-Jahre-Freiheitsstrafe-und-Psychiatrie-fuer-Lehrermord-_arid,151772.html

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/09/29/florian-k-oder-wenn-mobbing-zum-amoklauf-fuhrt/

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