Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Benachteiligung und in der Schwangerschaft

Die Politiker aus den Parlamenten mögen uns einreden was sie wollen, die Wahrheit vor Ort sieht anders aus. Trotz AGG und Bundesfamilienministerium, Frauen die in der Arbeitswelt schwanger werden, können einpacken und sich vor diesen unsäglichen Arbeitsgerichten zu Tode ärgern.

Gerade wenn solche Fälle vor das berühmt und berüchtigte LAG Berlin-Brandenburg kommen, kann man sich von der Vorstellung der Würde des Menschen und der Gerechtigkeit trennen. Ob als „Whistleblower DRK“ oder als “ weibliche Abteilungsleiterin“, die Kinderfeindlichkeit in diesem Land ist unerträglich und beschämend, gerade wenn die Chefin von dem Gericht auch noch eine Frau ist, dann weiß man was es heißt, wenn Frauen Frauen fertig machen.

„Die Parteien streiten über Schadensersatz wegen geschlechtsspezifischer Benachteiligung bei einer Beförderung“. Der Fall wird nun beim BAG am 28.10.2010 behandelt und hat die Nummer – 8 AZR 483/09 -.

„Die Klägerin ist seit April 2002 bei der Beklagten, zuletzt als Marketing Director International Division, beschäftigt. Sie ist die einzige weibliche Abteilungsleiterin von insgesamt drei Abteilungsleitern im Bereich International Marketing. Im September 2005 wurde die Stelle des Bereichsleiters vakant. Die Auswahlentscheidung der Beklagten für die Neubesetzung der Stelle fiel auf einen der beiden männlichen Abteilungsleiter. Zum Zeitpunkt dieser Entscheidung war die Klägerin schwanger.

Mit ihrer Klage begehrt die Klägerin die Zahlung von Schadensersatz. Sie ist der Ansicht, sie sei bei der Beförderungsentscheidung wegen ihres Geschlechts benachteiligt worden. Die für sie negative Auswahlentscheidung beruhe auf ihrer Schwangerschaft und anschließender Mutterschaft. Bei der Bekanntgabe der Auswahlentscheidung sei sie auf ihre familiäre Situation hingewiesen worden.

Die Beklagte vertritt die Auffassung, die Klägerin habe keine hinreichenden Indizien für eine geschlechtsspezifische Benachteiligung vorgetragen. Zudem hätten sachliche Gründe für eine Beförderung des männlichen Bewerbers gesprochen.

Das Arbeitsgericht hat der Klage stattgegeben. Das Landesarbeitsgericht hat auf die Berufung der Beklagten die Klage abgewiesen. Mit der auf ihre Nichtzulassungsbeschwerde hin vom Bundesarbeitsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Klägerin ihr Klagebegehren weiter.
(Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 12. Februar 2009 – 2 Sa 2070/08 -)“. (1)

Man darf sich nur noch wundern, was in diesem Land ales möglcih ist, um zu verhindern, dass Frauen in angesehenen Positionen schwanger werden, schließlich haben wir ja zu viel Kinder, oder verstehe ich hier etwas falsch, was Realität in Deutschland 2010 ist?

Politiker aus dem Bundestag werden bestimmt nicht an dem Gerichtstermin teilnehmen, auch nicht Frau Ministerin Kristina Schröder, so viel Bürgernähe wer dann doch wohl nicht im Sinne des Freizeitparks „Bundesregierung“, wo es darum geht, viel zu sagen und nichts zu bewirken.(2)

1)http://www.rechtsanwalt-schwirtz.de/informationen/entscheidungen-des-bag-fuer-oktober-2010/

http://www.bundesarbeitsgericht.de/termine/oktobertermine.html

2)http://m.bmfsfj.de/BMFSFJmobile/meldungen,did=158940.html#topnav

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