Florian K., oder wenn Mobbing zum Amoklauf führt

Florian K., Mobbing-Opfer und Amokläufer

Der Prozess um den Amoklauf des 23-jährigen Berufsschüler Florain K. zeigt einmal mehr, wozu Mobbing im Leben eins Opfers führt. Entweder führen die ständigen und jahrelangen Demütigungen zum Suizid, gerade insbesondere bei  den Opfern, die nicht mehr die Kraft haben, sich mit ihrer Lage auseinaderzusetzen. Oder eben wie im Fall von Tim oder Florian, es kommt zum Amoklauf mit erschütternden Folgen für viele Menschen.(2)

Florian K. gibt zu, dass er nicht einmal die Tat bereut, sondern sie seit 2008 systemtisch geplant hat und den eigenen Tod mit einbezogen hat. Die innere Selbstaufgabe ist wohl das schockierenste an dem Fall, in dem ein Berufsschullehrer sein Leben verlor und der Täter zu gibt, er wollte nur noch töten, viele Lehrer aber auch Berufsschüler und das nach eigenem Ermessen.

„Bereits 2008 kündigte er in seinem Tagebuch einen Amoklauf in Ludwigshafen an. Er führte eine Todesliste mit 15 Namen vor allem von Lehrern. Darüber hinaus werde er viele, viele weitere Lehrer und Schüler nach eigenem Ermessen exekutieren“.(1)

Wenn dann der Staatsanwalt Udo Gehringon  von „Mord (aus) heimtückisch(en) und niedrigen Beweggründen“ spricht, hat er in keinster Wesie das Ausmaß dieser Tat begriffen, noch versteht er eignetlich um was es geht, sondern labert nur seinen juritischen Alltagstext herunter, der er für solche Fälle Jahre lang auf seinem PC gespeichert hat, das erspart Arbeit und garanitiert Fließbandurteile nach dem Muster 0815.

Tim, keiner war ......

Im Fall von Florian K, der nun eindeutig der Täter ist und sich zu seiner Tat auch bekennt, stellt sich die Frage nach dem „Wie weiter„? Ein Leben lang Sicherheitsverwahrung und Gefängnis? Wird eh je seine Schuld begreifen und verstehen können, warum er in diese Lage kam? Was passiert mit den Tätern, die Florain K. systemtisch in die Rolle des „Amokläufers“ getrieben haben?

Keiner dieser Täter hat sich je entschuldigt und wir wissen nicht, wenn sie heute „fertig machen„?

Florain K. hat wohl mit seinem Leben abgeschlossen, keine Strafe kann daher im Geiste der Opfer greifen und er wird wohl für immer eine Gefahr bleiben, für seine Mitmenschen und für sich selbst. Leider wird nach dem Prozess und dem hilflosen Urteil des Gerichtes der Fall aus der Öffentlichkeit verschwinden, und wir werden wohl nie erfahren wie die Mobbinggeschichte Florian K. zu Ende gehen wird.

“In einem der letzten Einträge (in sein Mobbing-Tagebuch) heißt es wenige Wochen vor der Bluttat: Das Jahr wird für mich sehr kurz. Er schreibt, dass er nach seinem Tod eingeäschert werden möchte. Offenbar geht er davon aus, von der Polizei erschossen zu werden“. (1) Was soll man da noch von einer Strafe erwarten, wenn die Seele schon tot ist. „Der 23-jährige Angeklagte gesteht seine Tat, zeigt jedoch keine Reue„. (1)

1)http://www.suedkurier.de/news/panorama/panorama/art410967,4501985

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/09/28/23-jahriger-berufsschuler-und-mobbing-opfer-wegen-mord-vor-gericht/

https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/09/25/tim-k-soll-kein-mobbing-opfer-gewesen-sein/

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