Das System-Mobbing des Herrn Thilo Sarazzin, Teil 5

Heuschrecke Saulus

Wie schnell aus Mobbing-Opfern Täter werden können, zeigt der Fall des SPD-Abgeordneten und Ex-Petitionsauschuß-Vorsitzenden Ralf Hillenberg, SPD. Im Jahr 2004 hat sich Ralf Hillenberg noch für die Mobbing-Opfer im Sumpf um den Abteilungsleiter im Finanzamt für Fahndung und Strafsachen mit seinem Parteigenossen Thilo Sarazzin, damals Finanzsenator und Chef aller Finanzämter, angelegt. 

Inhaltlich haben sich Mobbing-Opfer an den „Gnadenausschuss“, was für ein Wort, mit Petitionen an Ralf Hillenberg gewandt. “  In mehreren Petitionen hatten sich Mitarbeiter des Amtes an den Gnadenausschuss des Abgeordnetenhauses gewendet und sich über das Handeln des Leiters beschwert. Der Ausschuss habe dieVorwürfe geprüft und hält sie für berechtigt, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Ralf Hillenberg (SPD). (1)

Hillenberg hat daraufhin den Chef des System-Mobbings, Thilo Sarazzin öffentlich zum Handeln aufgefordert. „Jetzt ist Finanzsenator Thilo Sarrazin gefordert, zu handeln.“ (1)

Doch als es zu den berühmten „Mobbing-Attacken“ der Finanzämter gegen die Mitglieder des Petitionsausschusses von Berlin kam, war Ralf Hillenberg mal gerade in Urlaub, so blieben Rainer-Michael Lehmann (FDP) und der ehemalige CDU-Abgeordnete Ulrich Brinsa alleine im Regen stehen. (2)

Wohin?

Wohin?

Aus heutiger Sicht ist jedoch klar, warum Hillenberg innerhalb der „drei Mobbing-Opfer im parlamentarischen Status“ plötzlich aus dem Rahmen viel. Denn plötzlich wurde aus Paulus nämlich Saulus, und das war nicht mal in der Bibel vorgesehen, in Berlin schon, da gibt es ja auch den Genforscher Thilo Sarazzin.

„Der Fall des „geschäftsführenden Gesellschafter“ der Firmen IPBB GmbH und IPB.G GmbH, Mitglied der Baukammer Berlin, stellv. Vorsitzender im Bauausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses und Vorsitzender im Petitionsausschuss zeigt einmal mehr, wie eng Filz und Politik in dieser Stadt das sagen haben“. Und der geschäftsführende Gesellschafter was kein anderer als Ralf Hillenberg, der wie immer bei Veröffentlichung solcher Details seiner Laufbahn im Urlaub war. (2)

Plötzlich schienen Buschtrommeln, Thilo Sarazzin und andere Wunderheiler eine Bewusstseinsänderung bei Hillenberg ausgelöst zu haben. Seine Spezialität der Hand-in-Hand Geschäfte oder Landschaftspflege wie man das im Großstadtdschungel von Berlin nennt machten einen Verbleib in der SPD unmöglich.

Und so wechselt kurz nach dem Mittagsessen am 08.03.2010 der Genosse „geschäftsführenden Gesellschafter“ Ralf Hillenberg von der SPD zur Traumpartei der Neuzeit, der FDP. „Am Nachmittag wollte die SPD-Fraktion über die Zukunft ihres in die Affäre um die Wohnungsbaugesellschaft Hogowe verwickelten Abgeordneten Ralf Hillenberg entscheiden“. (3)

Die Presse hat über Hintergründe und Motive des Herrn Hillenberg kaum berichtet, außer dem Hinweis auf seine „Landschaftspflege“, die vielen in der SPD nun reichten.(4)

Die FDP freute sich über den Neuen so sehr, schließlich hatte er ja hervorragende Präferenzen aufzuweisen, wie seine Firma IPBB GmbH und IPB.G GmbH. Doch da kam Rainer-Michael Lehmann (noch FDP damals) den Träumen der Berliner Westerwelle Filiale der FDP in die Quere.

Rainer-Michael Lehmann hatte wohl die Nase von der FDP voll, „als Sprecher für Arbeit, Soziales, Senioren, Migration und Frauen in der FDP-Fraktion und Mobbing-Opfer hat er die soziale Kälte seiner liberalen Kollegen und deren Machtspiele satt und wechselte zur SPD. Da war nun die Presse plötzlich ganz auf Zack und nun wurde nicht mehr über den Rald diskutiert, sondern über die Motive von Rainer-Michael.

Lehmann schreibt nämlich, dass Lehmann „diese Menschen – Menschen mit Behinderungen, sozial Schwachen und Migranten – meist keine starke Lobby (Haben). Ich setze mich deshalb für eine größtmögliche Teilhabe dieser Menschen am gesellschaftlichen Leben ein“. (4)

Und das dürfte nun wieder Thilo Sarazzin gar nicht verstehen, denn hatte er schon immer Ärger mit Lehmann, so will dieser sich nun für Migranten einsetzen, wo der Bundesbänker doch gerade den Gentest erfunden hat, den noch keiner so richtig verstößt.

Egal, sagt sich Ralf Hillenberg, der nun von Mobbing und so Sachen wie Petitionsausschuss, den leitet nun Andreas Kugler (SPD) Diplom-Kaufmann und Lohnsteuerberater, nichts mehr wissen will und hofft dass über seine Wandlung vom Paulus zum Saulus keiner mehr redet.

Wäre da nicht Thilo Sarazzin, dessen Rolle ist noch nicht im Intrigenspiel System Mobbing von Thilo und dem Wechsel Ralfs zur FDP klar. Doch sollte Sarrazin, der Hugenottensprössling seine „deutsche Rettungspartei“ gründen, wäre ja Saulus, also Hillenberg der ideale Mann für das Wirtschaftsressort, denn darin kennt sich der aus und weiß wie man Kontakte knöpft.

1) http://www.ralf-hillenberg.de/pdf/2004.12.15_bm.pdf

2) http://harrygambler2009.wordpress.com/2010/03/03/ralf-hillenberg-spd-berlin-zockt-ab/

3) http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/fpd-abgeordneter-wechselt-zur-spd-article762891.html

4) http://www.tagesspiegel.de/berlin/landespolitik/berliner-fdp-politiker-wechselt-zur-spd-ein-deal/1716256.html

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