Mobbing nimmt vor allem bei älteren Arbeitnehmern zu

Damals gab es noch  Werte.

Die Praktikerin und  Gewerkschafterin Roswitha Scheuringer erzählt aus ihrem Alltag in einem Interview den OÖ Nachrichten aus Österreich. Wie wir wissen, sind eben Gewerkschaften nicht gleich Gewerkschaften. In Deutschland ist es längst schon zur Alltagskultur in den Betrieben geworden, dass Gewerkschafter und Betriebsräte mitmobben, als Schöffen mit am Tisch sitzen oder ganz einfach wegschauen.

Es gibt keine einzige Forderung vom DGB oder einer Einzelgewerkschaften die  Pflichten im Falle von Mobbeing eines Betriebsrates im Betriebsverfassungsgesetz festzuschreiben, auch liegt keine konkrete Forderung zur strafrechtlichen Behandlung von Mobbing vor, das zeigt wo die Gewerkschaften heute in Konflikten in der Arbeitswelt stehen, nämlich auf der falschen Seite, der der Täter nämlich.

Doch zurück zu den Erfahrungen der Gewerkschafterin Roswitha Scheuringer im Alltag. „Mitarbeiter, die während der Arbeitszeit nicht auf die Toilette und nichts trinken dürfen. Selbst solche Umstände herrschen noch bei Arbeitgebern“ vor, (1) weiß die Praktikerin zu berichten.

Heute hat die SPD ein Werteproblem

Und es gibt Arbeitsverhältnisse wo man nur mit dem Kopf schütteln kann. “ Ich möchte jetzt keine Namen nennen, aber es gibt schon Firmen, wo ich jeden Monat den Lohn für die Mitarbeiter einfordern muss und die Firmen ohnehin regelmäßig drei Monate lang mit den Zahlungen hinterherhinken. Es gibt auch Firmen, wo die Mitarbeiter jeden Tag zwölf Stunden arbeiten, auch am Wochenende und nicht einmal aufs Klo gehen oder eine Trinkpause einlegen dürfen“. (1)

Offenbar haben die Römer ihre Sklaven besser behandelt. Und auf Nachfrage der Reporterin oder des Reporters führt die Gewerkschafterin mit Herz weiter aus: „Das ist noch lange nicht alles. Es gibt auch so manche Unternehmer, die ihre Mitarbeiter zu sich holen, wenn sie im Krankenstand sind. Dann lassen sie eine einvernehmliche Kündigung unterschreiben, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt.

Auch wenn die Leute hinterher wieder eingestellt werden, rate ich dringend davor ab. Vor allem Leuten, die noch in die alte Abfertigungsregelung fallen. Wenn da das Dienstverhältnis unterbrochen wird, kann es sein, dass die Leute um einen Batzen Geld gebracht werden. Außerdem kann auch auf diese Weise das Sozialsystem zu Fall gebracht werden“. (1)

Aufhören mit Mobbing

Hier müsste schon längst die EU tätig werden, denn offenbar können nationalen Gesetze diese Art von Ausbeutung nicht stoppen.

OÖN: Ist Mobbing ein Thema?

Scheuringer: Ja, das nimmt vor allem bei älteren Arbeitnehmern zu. Vermutlich werden sie deshalb gemobbt, weil sie besser verdienen, als junge Kräfte. Möglicherweise liegt es auch daran, dass sie öfter krank sind“. (1)

Eine Beobachtung die immer aktueller und akuter in den Betrieben wird, da hilft auch kein Geschwätz von der Rente mit 67 wenn die Arbeitnehmer oft schon mit 50 ausgesondert und abgeschrieben werden. Hier helfen nur eine klare und eindeutige Gesetzgebung und eine Rechtsstprechung auf EU-Niveau. Die konsequente Schulung von Arbeitsrichtern ist schon längst überfällig, gerade und besonders in Deutschland.

1)http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/art70,444033

Letzte Änderung am 16.08.2015

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