Überzogene Managergehälter sind Ursache für skrupellose Mitarbeiterführung

Die ewige und sinnlose Diskussion um die Höhe der Managergehälter in Deutschland hat nichts bewirkt. Sie diente der Politik nur dazu, um ihr schlechtes Gewissen reinzuwaschen. Und während unsere Wirtschaftswissenschaftler an den deutschen Universitäten heimlich Marx auf der Toilette lesen, machen amerikanische Forscher und Ökonomen Nägel mit Köpfen.

So hat die  „Ökonomie-Professorin Sreedhari Desai von der Universität Harvard zusammen mit ihren Kollegen“ Mitarbeiter in verschiedenen unternehmen über ihr Arbeitsumfeld befragt. Ihr Ergebnis zeigt einen wichtigen Zusammenhang zwischen Managereinkommen und Umgang mit Personal, also der klassischen Personalführung.

„Je mehr die Manager kassieren, desto schlechter behandeln sie einfache Angestellte“,(1) so dass Ergebnis von nach Desai nach der Auswertung der Umfragedaten. Entscheidend dabei war, dass die Professorin „Lohnstruktur und Entlassungspolitik“ vergleichen hat. Mit Lohnstruktur sind die Managergehälter gemeint.

Erstes Fazit von Sreedhari Desai, „bei Unternehmen, in denen die Lohnspreizung zwischen Managern und einfachen Angestellten besonders gross ist, beschweren sich Mitarbeiter besonders häufig über eine miese Behandlung. Gleichzeitig sind in diesen Firmen die Entlassungszahlen besonders hoch“. (1) Man kann auch sagen, mit der Höhe des Managergehaltes erhöht sich das Risiko für alle Mitarbeiter, bis hin zur Entlassung.

Zweites Fazit der Professorin der Universität Harvard, „überbezahlte Manager neigen dazu, sich selbst als quasi allmächtig zu sehen. Und damit als legitimiert, ihre Zudiener nach eigenem Gutdünken zu feuern oder zu schikanieren“, also mobben.(1) Man kann auch sagen, je höher die Diverenz zwischen Manager und Mitarbeitergehalt ist, desto so ausgeprägter die Mobbing-Kultur.

Und die Professorin ist eine kluge Wissenschaftlerin, die nicht nur jammert, sondern sie hat auch Strategien vorgeschlagen, die man zwei mal lesen sollte, um Mobbing in den Unternehmen, oder eben  Mobbing-Kultur und Schikane in den Unternehmen einzudämmen.

 1) „Ein Konzernchef solle nicht mehr als das Zwanzigfache des durchschnittlichen Lohns in seiner Firma bekommen“(1)

2)“ Alternativ könnten die Chefs verpflichtet werden, einen fixen Teil ihres Gehalts wohltätigen Organisationen zu spenden – so könnte ihr skrupelloses Verhalten kompensiert werden.

3) Auch der Staat könnte die Kompensations-Rolle übernehmen: über stark progressive Einkommenssteuern.

Nur dazu muss man Politiker haben, die vielleicht Obama heißen. Wer von uns glaubt denn wirklich, ein Westerwelle, eine Merkel oder ein von Guttenberg verstehen überhaupt, worum es geht, wenn man mit der Enkommenssteuer Politik für die Bürger oder Arbeitnehmer machen kann? Nicht umsonst kommen solche Untersuchungen mit Handlungsmustern immer aus den USA und nie aus Deutschland, dazu haben unsere verbeamten Professoren zu viel Angst, oder etwa nicht?

1)http://www.a-z.ch/news/wirtschaft/top-verdiener-sind-skrupelloser-10208953

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