Premierministers Gordon Brown unter Mobbingverdacht

Aufschrei im Land der Arbeit

Aus Deutschland wissen wir, dass in der Politik gemobbt wird, was das Zeug hergibt. Der regierende Bürgermeister von Berlin, Wowereit bescheinigt der SPD zum Beispiel eine „stabile Mobbingkultur“, man kann auch sagen, die SPD hat ein System-Mobbing. (1)

Für eine Partei wie die SPD ein verheerendes Urteil denn einmal ist Mobbing auch in Deutschland strafbar, wenn auch nur auf Umwegen und über Jahre schwer zu verfolgen. Auf der anderen Seite nennt sich die SPD „Sozialdemokratisch“ und ist stolz auf ihren Arbeitnehmerflügel, da soll einer verstehen, wie man ein System-Mobbing haben kann.

In England ist die Labour-Party der Bruder der SPD sozusagen und fühlt sich als Sprachrohr der Arbeitnehmer. Und nun steht ihr Premierminister Brown unter Mobbingverdacht.

„Nachdem die Leiterin einer Telefonhilfe für Mobbing-Opfer am Wochenende angedeutet hatte, einige von Browns Mitarbeitern hätten die Hotline angerufen, forderte Labour-Parlamentarierin Anne Snelgrove Beweise. Die Leiterin Christine Pratt räumte in der BBC ein, dass kein Anrufer Vorwürfe direkt gegen Brown erhoben habe“.

Laut einem Buch, das nun im Umlauf sein soll, gilt Brown als cholerischer Chef, der Mitarbeiter schon mal hart angeht.

„Laut in britischen Medien veröffentlichten Auszügen soll der Premier eine Mitarbeiterin aus dem Stuhl gekippt haben, weil sie zu langsam tippte. Anschließend habe Brown selbst den Platz am Computer übernommen. Einen seiner Berater soll der Regierungschef demnach am Kragen gepackt und angebrüllt haben“.(2)

„Einen anderen Mitarbeiter, der einen Empfang für EU-Botschafter organisieren wollte, soll Brown geschubst und angeschrien haben, warum er diese verdammten Leute treffen müsse“.(3)

Nun stehen in England Wahlen an, „in Umfragen vor der Parlamentswahl am 6. Mai liegt die Labour Party derzeit sechs Prozentpunkte hinter den Konservativen. Im vergangenen Jahr lag Labour noch bis zu 20 Punkte zurück“, und da kommen dann politische Gegner immer auf Ideen, die nun aber nachgewiesen werden müssten, insbesondere wenn die Hotline, auf der die Anrufe stattgefunden haben sollen, der Konkurrenzpartei gehören.

„Die Leiterin der Telefonhilfe sagte dem Sender BBC schließlich, dass kein Anrufer Vorwürfe direkt gegen Brown erhoben habe. Allerdings seien Anrufe aus der Downing Street Nummer 10 bei der Telefonhilfe eingegangen. Die Hotline soll von einer Abgeordneten der oppositionellen Konservativen unterstützt worden sein“. (3)

Offenbar wird nun Mobbing, nachdem sich das Thema immer mehr in der Öffentlichkeit befindet, von politischen Hardlinern gerne vor ihren parteipolitischen Wagen gespannt, was um so verwerflicher ist, sollten die Beweise dafür sprechen, dass insbesondere Mobbing-Opfer so mit erneut missbraucht werden.

Man darf gespannt sein, wie schnell die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe im Fall Gordon Brown informiert werden. Und man kann nur hoffen, dass dann erneut eine sachliche Diskussion über Mobbing und eine solide Gesetzgebung in England und Europa stattfindet.

1) https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/07/12/hat-die-spd-eine-stabile-%E2%80%9Emobbing-kultur%E2%80%9C/

2) http://www.zeitong.de/ng/da/2010/02/22/parteifreunde-verteidigen-brown-gegen-mobbing-vorwuerfe/

3) http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EA40E8D5786BF449F90E16CEFEF860B94~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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