Der Fall des Mobbingopfers Günther Albrecht in der Presse

Wer mobbt wen? Zu dem ungeheuerlichen Vorgang um die Kündigung des Mobbingopfers und Betriebsrates Günther Albrecht ist die Information durch die Presse wichtig. Anbei einige Auszüge aus dem Blätterwald der „nostalgischen Papiertiger“.

Spiegel Online berichtet vorab, weil dieser Verlag und seine TV-Ambitionen wohl die berufliche Existenz von Günther Albrecht zerstört hat, und der Glaube der IG-Metall, bei uns gäbe es ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Gab es mal, meine Herren Funktionäre, doch im Land der Mobbingtäter haben wir nicht nur Hartz IV bekommen, sondern auch andere Schikaneinstrumente wie die Arbeitsgerichte, den Wegfall des Kündigungsschutzes, asoziale Schöffen, faule Politker und mobbende Gewerkschaftler und Betriebsräte.

Prècaire

„Ein Betriebsrat äußerte sich im Fernsehen kritisch über die Finanzlage seiner Firma – daraufhin feuerte ihn sein Chef fristlos. Der Gekündigte und die IG Metall wollen nicht akzeptieren, dass Arbeitnehmer nicht sagen dürfen, was Sache ist. Doch ihre Chancen vor Gericht stehen schlecht“.(1) Warum schlecht, weil er für Spiegel TV sich filmen ließ oder sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat? Schließlich äußert sich ja auch jeder Politiker schlecht über die Finanzlage Deutschlands, wird er deshalb gekündigt?

„Für Günther Albrecht war der gestrige Arbeitstag beendet, bevor er richtig begonnen hatte. In seiner Abteilung beim Motorenhersteller Dietz in Dettingen erhielt er Besuch von Geschäftsführer Bernd Strauß sowie vom Personalleiter des Unternehmens und von seiner Abteilungsleiterin. Sie händigten dem 47-Jährigen ohne Begründung die fristlose Kündigung aus, welcher zuvor der Betriebsrat der Dietz Motoren GmbH, die 270 Mitarbeiter beschäftigt, mehrheitlich zugestimmt hatte„.(2) Welcher Betreibsrat hat da bitte zugestimmt? Etwa die fremdgesteuerten Jungs von der IGM, die den Terror gegen das Mobbingopfer Günther Albrecht erst ausgelöst haben. Die IG-Metall Esslingen ist hier gefragt, wie kann ein Betriebsrat  der Kündigung eines Kollegen zustimmen? Hier tun sich doch Welten aus Mobbing, Schikane und Haß auf.

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

„Dettingen. Unter dem Titel Millionenboni trotz Krise – Gewinner und Verlierer berichtete Spiegel TV am vergangenen Sonntag über Banker, die unbeeindruckt von der Krise Bonizahlungen einklagen, während auf der anderen Seite vor allem viele mittelständische Unternehmen angesichts dramatischer Auftragseinbrüche ums nackte Überleben kämpfen. Für die Verliererseite hatte das Magazin den Kreis Esslingen auserkoren und einen Tag lang den ersten Bevollmächtigten der IG Metall, Sieghard Bender, begleitet. Unter anderem führte die Tour des Gewerkschafters an diesem Tag nach Kirchheim, wo sich Bender mit Günther Albrecht, Betriebsratsmitglied der Dettinger Firma Dietz-Motoren, traf. In der kurzen Sequenz berichtet der Spiegel-TV-Sprecher von geplanten Entlassungen bei Dietz. 20 Prozent der Belegschaft drohe die Kündigung. Im vergangenen Monat sei kurz vor dem Zahltag noch nicht klar gewesen, ob die Löhne überhaupt ausbezahlt werden können, schilderte Betriebsrat Günther Albrecht anschließend die Probleme des Betriebs. Die Banken, so Albrecht, machen Schwierigkeiten. IG-Metaller Bender kommentiert dies in dem Filmbeitrag mit der Aussage: Da muss man eigentlich sagen, der Betrieb ist am Ende“. (3) Wie kann es sein, dass der IG-Metaller Bender und erster Bevollmächtigter nicht von der Kündigung wusste, die seine Mitglieder beim Betriebsrat der Firma Dietz Motoren durchgedrückt haben? Wo ist die Stellungnahme von Bender? Er hat doch den Betrieb für Pliete erklärt, während Albrecht dem Betrieb helfen wollte, weil er auf die bekannte Position der Banken hinwies, die wollen keine Kredite geben. So gar die Merkelregierung gibt zu, die Banken in Deutschland machen Probleme bei der Kreditvergabe. Wird Merkel nun endlich auch fristlos gekündigt?

„Bereits am Tag der fristlosen Kündigung machte die IG Metall Esslingen in vielen Betrieben und Betriebsräten per e-mail den Skandal bekannt und warb um Solidarität. Empört zeigte sich auch Spiegel-TV, und sandte angeblich sofort wieder ein Reportage-Team vor Ort. Ein erneuter Bericht ist in der Sendung Spiegel-TV-Magazin am 1. November, 22.30 Uhr auf RTL geplant. 

Die IG Metall Esslingen stellte sich voll hinter den in seiner Existenz bedrohten Kollegen. Zahlreiche Betriebsratsvorsitzende aus dem Landkreis Esslingen unterschrieben ein Solidaritätsschreiben: Sie seien fassungslos wegen der fristlosen Kündigung, die Albrecht nur deswegen erhielt, weil er die Sorgen der Beschäftigten in der Krise ausgesprochen hätte, außerdem sei es sein Recht, seine Meinung frei zu äußern. Dass der Betriebsrat der Kündigung mehrheitlich zugestimmt habe, schlägt dem Fass den Boden aus!  Sie fordern die Sofortige Rücknahme der Kündigung und vollständige Rehabilitation unseres Kollegen Günter Albrecht!“(4)

Eigentlich versteht man nur noch Bahnhof, wenn man diese Presseerklärungen liest. Nur eines stellt sich heraus, hier wurde nicht nur von der Geschäftsleitung gemobbt, sondern auch Gewerkschaftler und Betriebsräte haben hier gemobbt, was das Zeug her gibt. Eine Tendenz die wir seit Jahren sehen, Gewerkschaftler und Betriebsräte mobben Kollegen und Arbeitnehmer. Und das ist wohl der größte Skandal im Mobbingfall Günter Albrecht.

1)http/www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,658423,00.html

2)http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2260243_0_3351_-empoerung-ueber-fristlose-kuendigung-nach-fernsehbeitrag.html

3)http://www.teckbote.de/region/lokales/Artikel2071023.cfm

4)http://www.arbeit-zukunft.de/index.php/item/1279

 

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Eine Antwort to “Der Fall des Mobbingopfers Günther Albrecht in der Presse”

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