Mobbing-Tagebuch reicht nicht aus

Prècaire

Prècaire

Wir Opfer haben das alle durchgemacht. Tausendmal wurde uns geraten ein Mobbingtagebuch zu führen, nun hat ein Arbeitsgericht dem ein Ende gemacht. Eine Mobbing-Tagebuch muss mehr haben als Eintragungen über Mobbinghandlungen, warum eigentlich?

Ich weiß nicht, welches Parteibuch dieser Richter in der Tasche hat. Ich frage mich nur, was sagt eigentlich der Schöffe der Gewerkschaft dazu?

>>Ein „Mobbing-Tagebuch“ genügt nicht ohne weiteres, um betriebliches Mobbing nachzuweisen. Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag (26. Oktober) bekanntgewordenen Urteil.<<

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Arbeitsrecht

Und nun? Wie soll das Opfer die Beweise präsentieren? Sich beide Hände abhacken lassen?

>>Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schmerzensgeldklage eines Arbeitnehmers gegen seinen Arbeitgeber ab. Der Kläger hatte geltend gemacht, er werde im Betrieb gemobbt. Dazu legte er ein „Mobbing-Tagebuch“ vor. Die darin enthaltenen Einträge bezogen sich unter anderem auf angeblich respektloses Verhalten von Kollegen. Außerdem beklagte der Mann, dass ihm eine Stelle und Resturlaub vorenthalten worden seien.<<(1)

Klar, wie kann der auch Urlaub verlangen, so etwas steht nur einem Richter zu. Und auch eine angemessene Stelle fordert der Typ, hat wohl das Betriebsverfassungsgsetz gelesen. „BetrVG § 82 Anhörungs- und Erörterungsrecht des Arbeitnehmers (2) Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen Entwicklung im Betrieb erörtert werden. Er kann ein Mitglied des Betriebsrats hinzuziehen. Das Mitglied des Betriebsrats hat über den Inhalt dieser Verhandlungen Stillschweigen zu bewahren, soweit es vom Arbeitnehmer im Einzelfall nicht von dieser Verpflichtung entbunden wird“.(2)

Und nun Herr Richter? Doch welcher Richter vor einem Arbeistgericht hat schon je bei seiner „Urteilisgeilheit“ das Betriebsverfassungsgesetz beachtet?

„Vielmehr müsse aus den Aufzeichnungen der betriebliche Bezug zu den Ereignissen, die betriebliche Stellung der handelnden Personen und die konkrete Verletzung von Fürsorgepflichten durch den Arbeitgeber erkennbar sein (Az. 9 Sa 199/09, Urteil vom 14.8.2009)“.(1)

Nun also haben sie wieder ein Beweismittel außer Kraft gesetzt, Zeit dass die Politik klar regelt, wie ein Mobbing-Tagebuich aussehen muss.Doch da sollten wir nur auf die EU hoffen, bei den scharz-gelben Ich-Menschen haben Gutmenschen keine Chance.

Letzte Ändeung am 20.10.2015
1) http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11641033/7249904/Mobbing-Tagebuch-genuegt-nicht-immer-als-Beweis.html
2)Betriebsverfassungsgesetz

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