Auszubildende sind die Nummer Eins unter den Mobbingopfer

Mobbing und Ausgrenzung.Nimmt man alleine die Zahlen der Mobbingattacken gegen die Generation 50 Plus, ist das Ergebnis schon erschreckend. Noch schockierender sind jedoch die Anzahl der Mobbingopfer in der so wichtigen Generation Zukunft oder den Auszubildenden. Laut dem „Mobbingreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“ ist die Gruppe der Lehrlinge die, die am häufigtsen Schikane und sonstigen Mobbingattacken am Arbeitsplatz ausgesetzt sind.

Eine erschreckende Tatsache die die neue Bundesregierung in ihrem Regierungsprogramm nicht einmal im Kleingedruckten erwähnt, noch geschweige per Gesetz verbessern will. Hinweise auf AGG und sonstigen Kram sind nur hilflose Reaktionen, die Zahlen sprechen eine andere und klarere Sprache.(1)

Kein anderer Report zeigt so deutlich die Lage auf die heute in unserem Land vorherrscht, es darf gemobbt und schikaniert werden was das Zeug hergibt. Und die Folgen sind unabsehbar und für die Zukunft von verheerender Wirkung. „Mobbing und Ausnutzung sind zwar auch im Erwachsenenalter ein Problem, können aber bei Jugendlichen noch sehr viel schlimmere Konsequenzen haben.

Mobbingopfer Megan (13 Jahre)Der Zusammenhang zwischen Mobbing im Jugendalter und der Entwicklung von psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter (z. B. Depressionen, Angst- und Beziehungsstörungen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit) ist wissenschaftlich belegt: Junge Erwachsene, die während der Schul- oder Ausbildungszeit Opfer von Mobbingattacken waren, berichteten in einer amerikanischen Studie deutlich häufiger über solche Beschwerden als nicht betroffene Personen. Zudem gehen Experten aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie davon aus, dass etwa 20 Prozent aller Suizide bei Jugendlichen eine direkte oder indirekte Folge von Mobbing in Schule oder Ausbildung sind:“(2)

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Neben den obligatorischen Versuchen die Opfer ständig mit Mobbingmerkmalen zu konfrontieren, versucht diesmal dieser Report sehr eindeutig  auch das Arbeitsumfeld zu beachten, Vorgesetzte usw.  „Die Entwicklung“ des Mobbingfalls „ist abhängig von der Persönlichkeit der in den Mobbingprozess involvierten Parteien“, also eben auch der Täter. Eine Studie dazu fehlt jedoch noch immer und wird wohl aus Sicht der Täter, Führungskräften und Politiker zum Glück auch nie kommen.(1)

Für die Opfer stellt der Report eine wichtige Grundlage im Kampf um die „Würde des Menschen“ da, gerade wenn es um die Generation Zukunft geht, die wenig Rechte in der Arbeitswelt vorfindet. In der Freizeit jedoch oft durch Komasaufen und andere „Handlungen auffällt, die ein soziales Leben unmöglich machen. Ursachen wie Mobbing zeigen schon längst nicht nur für die Opfer verheerende Folgen sondern für die Gesellschaft insgesamt.

Der Report ist jedoch eine sehr wichtiger Meilenstein, wenn es um das Thema Mobbing geht und wird in der AMR in den nächsten Tagen noch näher erörtert.

Letzte Änderung am 19.10.2015

1)http://www.baua.de/nn_28474/de/Publikationen/Forschungsberichte/2002/Fb951,xv=vt.pdf?

2)http://arbeits-abc.de/der-blanke-horror-mobbing-waehrend-der-ausbildung/

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