Hilft weglaufen gegen Mobbing?

Kids vom Soldiner KiezKaum eine Publikation in diesem Land kann heute mehr an dem Problem Mobbing vorbeigehen oder es ignorieren. So auch das Projekt der FR, FRiSCH-Frankfurter Rundschau in der Schule, Journalismus von Schülern für Schüler macht da keine Ausnahme, auch wenn die Beiträge zum Thema Schülermobbing rar und die Inhalte doch sehr auf den Mainstream zugeschnitten sind.

Die Kommentare sind erschütternd und haben oft den Hauch von Mobbingtätern.

So auch der Beitrag der 21-jährigen Anika Pfützner. Es gebe viel zu der Verallgemeinerung „Außenseiter gleich Mobbingopfer“ zu sagen. Doch die Ansicht, man müsse als Opfer nur weglaufen ist dann doch an der Sache vorbei geschrieben, denn wer nur den Rat hat wegzulaufen, der vergisst das einem die Probleme immer einholen. Und es sollte mal endlich das Täterprofil untersucht werden, denn hier sind kaputte und asoziale Seelen unterwegs, die kein Selbstwertgefühl haben und dies mit Gewalt gegen über „Dritten“ ausgleichen wollen.

Megan Meier, 13 Jahre und MobbingopferHier ein Auszug der Vollständigkeit halber, doch wer sich mit Mobbing wie im Falle Megan und anderen auseinandersetzt, der versteht schnell, hier geht es nicht um Außenseiter sondern um Macht und Gewalt.

„Es gibt sie fast überall in unserer Gesellschaft: Außenseiter – Menschen die von einer Gruppe weder integriert noch akzeptiert werden, sei es wegen einer anderen Verhaltensweise, hoher, beziehungsweise niedriger, Intelligenz oder einfach nur aufgrund eines ungewöhnlichen Klamottenstils.
Diese Andersartigkeiten können Gründe dafür sein, weshalb sie von einer Gruppe ausgeschlossen, verachtet und gemobbt werden. Doch warum gibt nahezu in jeder Schulklasse mindestens ein Mobbingopfer? Nur weil die oder der Betroffene anders ist?

„Die beste Lösung für einen Outsider ist letztendlich der Wechsel in eine andere Klasse oder gar an eine andere Schule, wo ihn die Leute im besten Fall so akzeptieren, wie er ist“.(1)

Flucht als Lösung, nur wohin wenn die Täter die gleichen Psychophaten sind, die man hinter sich versucht hat zu lassen. Demokratie setzt die Verteidigung der Würde voraus und es ist daher Aufgabe der Gemeinschaft die „Täter“ zum Verlassen aufzufordern und nicht die Opfer. Entweder wir sind ein Rechtsstaat oder ein Land von Flüchtlingen im eigenen Land.

Letzte Änderung am 19.10.2015

1)http://frisch.die-neue-fr.de/?p=288

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