Verdi versucht Land zu gewinnen.

Sichtweise eines Opfers

Sichtweise eines Opfers

Gerade die Zunahme von Schikanen, Psychoattacken und Mobbingaktionen im öffentlichen und privaten Sektor der Wirtschaft hat ver.di nun gezwungen, sich mit dem Thema Mobbing näher zu beschäftigen. Im Bezirk Mülheim-Oberhausen wird zum ersten Mal von einer Gewerkschaft ein „Hilfering für Betroffene organisiert“. (1)

>>Wir beobachten, dass das Phänomen Mobbing und kritische Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz zunehmen, sagte am Donnerstag Detlef Schmidt, im Verdi-Bezirk zuständig für den Rechtsschutz. Die Ausmaße seien mittlerweile erschreckend, die Arbeitsfähigkeit von betroffenen Mitarbeitern sei auf Dauer gefährdet. Auswirkungen des Mobbings könnten gar bis zum Selbstmord reichen.(1)

Inseln

Inseln

Nur dieser Krieg am und um den Arbeitsplatz hat schon die letzten 20 Jahre zugenommen, und die Gewerkschaften, insbesondere ver.di hat da immer gerne weggeschaut. So lange es mich nicht betrifft kenne ich das Problem nicht, war die Parole der Funktionäre. Von daher ist die Initiative zu begrüßen, sie ist aber nicht mal eine kleine Insel im Meer der Mobbinglandschaft Deutschland aber der berühmte Tropefn Wasser auf den heißen Stein vielleicht.

Mobbingfälle wie die von Jörg Hensel, Rainer Beutler, Simon D., Detlef Lengsfeld,  Athur K., Daniel P, Milan P. usw. belegen, dass Gewerkschaften nicht handeln oder oft noch grausamer mobben als viele andere Täter. Der aktuelle Fall von Michael Semenow belegen dies auf erschreckende Weise. (2)

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Und von daher stellen sich an die Gewerkschaftsbewegung viele Fragen. Ja, brauchen wir überhaupt noch Gewerkschaften mit dem „Einheitsmerkmal“? Denn die Lage vor Ort ist noch erschreckender wie dies Detlef Schmidt beschreibt:

– Betriebsräte ob gewerkschaftlich organsiert oder nicht mobben heute genauso wie alle anderen Täter

– Betriebsräte in den Unternehmen und die Personalräte schlagen schon lange nicht mehr Alarm wenn Eine oder Einer fertig gemacht werden.

– Gewerkschaften entziehen Mitglieder die notwendige rechtliche Unterstützung vor den Gerichten

– Der DGB hält es nicht einmal für notwendig eine Veranstaltung der Bundesregierung zu Mobbing in Berlin 2008 zu besuchen, obwohl dort Gäste aus fast allen Ländern der Welt über das Theme sich austauschten. Nicht einmal fünf Minuten Fußweg schafft heute ein Gewerkschaftsfunktionär aus der Kaste um Sommer und Co mehr.

Aufschrei im Land der Arbeit

Aufschrei im Land der Arbeit

– Bisher hat der DGB nicht einmal eine Zusammenstellung der verschieden Antimobbinggesetze aus unseren europäischen Nachbarländern und deren rechtlichen Umgang mit Mobbing zustande gebracht. Alleine diese Tatsache spricht schon Bände. Will man sich überhaupt aus der Funtionärsebene der Gewerkschaftbewegung gegen Mobbing wehren oder ist man nicht viel lieber bereit mitzumobben, so lange man dadurch seinen Vorteil hat?

– Schöffen vor den Arbeitsgerichten sind aus allen Gewerkschaften mit in den Gerichtssälen wenn Mobbingopfer mit wehenden Fahnen untergehen, weil Arbeitsrichter und Konsorten wie Noujoks kein Einhalt geboten wird.

Zu Recht verweist daher Leymann schon früh auf  das Problem der Definition von Mobbing und Bullying hin, ein Thema das bis heute der Gewerkschaft noch völlig fremd ist, obwohl wir mit Cybermobbing eine neue Qualität der „asozialen Täter“ im Umgang mit ihren Opfern erreicht haben.

Prècaire

Prècaire

>> To my knowledge, the present discussion between these research groups focus onto a win-or-lose position as every research group advocates the use of the terminus they once have chosen for their research. This is quite understandable, as much effort is put into the introduction of new research areas by using just these words to establish the research line. The fight therefore is about not to need to start to use another words as the previous one has been used for decades. My believe is, that a switch to „united“ terminology, therefore, will do more harm to the different research areas than it will provide „clarity“. <<(3)

Von daher muss sowohl eine Gewerkschaft wie verdi und der DGB insgesamt zuersteinmal sich mit dem aktuellen Stand der Mobbinglandschaft, den Inhalten und den Aktivitäten von Mobbingforschern beschäftigen, damit solche gut gemeinten „Hilfering für Betroffene“ nicht zu den üblichen Selbstbemitleidungsgruppen im „Krieg an und um den Arbeitsplatz“ verkommen. Damit ist heute niemand geholfen, egal wie gut seine Handlungen und Ratschläge gemeint sein mögen.

Wohin

Wohin

2009 wäre nun endlich mal die Wendemarke für die Gewerkschaften sich offensiv mit dem Thema Mobbing zu beschäftigen und dann die notwendigen programmtischen Schritte einzuleiten. Doch davon sind wir noch Lichtjahre entfernt und die Gewerkschaften mit ihrer Liebe zum Funktionärskastenwesen sind da für die Mobbingopfer mehr Feind als Freund.

Letzte Änderund am 06.10.2015

1)http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/oberhausen/2009/10/22/news-138010111/detail.html

2)https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/10/21/ig-metall-machte-stimmung-gegen-das-mobbing-und-suizidopfer-michael-semenow/

3)http://www.leymann.se/English/11130E.HTM

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