Mobbing und das BMAS

Im Kampf gegen Mobbing müsste das BMAS, Bundesministerium für Arbeit und Soziales ganz vorne stehen, tut es aber nicht. Gut, nun arbeiten dort, sorry, sind anwesend, Beamte. Man hört weder von Unterstützungen noch von Aufrufen und Gesetzesvorschläge zum Kampf gegen Mobbing aus diesem Hause etwas.

Das einzige, das man findet ist ein Artikel mit der Überschrift „Mobbing und Belästigung. Mobbing ist keine Erscheinung der jüngsten Zeit. Das Problem „Mobbing am Arbeitsplatz“ nimmt jedoch – bedingt durch Veränderungen im gesellschaftlichen Umfeld, durch den Wandel der Wertvorstellungen und insbesondere durch die anhaltend kritische Arbeitsmarktsituation – einen größeren Stellenwert ein als früher“. Und das heißt, man weiß, dass immer mehr Opfer auf der Strecke bleiben.

Auf der Strecke bleiben heißt im Beamtendeutsch, „für die Opfer hat Mobbing oft weit reichende Konsequenzen, die sich auf die Gesundheit, die berufliche oder private Situation negativ auswirken können“.

Doch dann endet schnell die Analyse und man betet wieder die alten Sprüche der Sozialdemokraten herunter. „Ziel muss es daher sein, in dieses heikle Konfliktfeld möglichst frühzeitig und präventiv einzugreifen. Vor allem die Personal- und Organisationsverantwortlichen in den Betrieben sind gefordert, geeignete Präventivmaßnahmen“…zu ergreifen. M;an hat wohl immer nioch nicht verstanden, dass heute genau diese Arbeitnehmerinteressenvertretungen sehr oft der Ausgangspunkt von Mobbing sind. Also müsste jetzt mal längst das Betriebsverfassungsgesetz überarbeitet werden. Doch nichts ist zu sehen, kein Licht am Ende des Tunnels, nur fromme Sprüche.

Und was heißt das für die hohe Anzahl der Opfer? Allein zu sein im Kampf gegen den Mob, asoziale Täter, unfähige Richter und faule Ermittlungsbehörden. Oder eben in der Erkenntnis des BMAS, das diese wohl als Selbstkritik sich ins Stammbuch geschrieben hat. „Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen und in der Privatwirtschaft zulässt oder nicht ausreichend sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis“. Und bei uns Vefallen die Werte schneller als sie entstehen.

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