Mut oder eine Frage, sind Erwachsene nicht die Vorbilder bei Mobbing?

Soldiner Kiez

Soldiner Kiez

Das Thema Schülermobbing und die Probleme die die Kinder und Jugendliche damit haben, tauchen immer öfters in der gesellschaftlichen Diskussion auf. Die Gewaltbereitschaft bei Mobbingtäter nimmt extrem zu und die Politiker können es nicht länger leugnen. So stellt eine Mutter im Blog „TV-Touring“ die Frage: Welcher Schüler ist mutig?

Ausgangspunkt sind systematische  Mobbingattacken gegen ihre 12 jährige Tochter. Gemobbt wird sie aktiv von zwei Mitschülerinnen. „Entweder ignorieren diese sie offenkundig oder die beiden tun aktiv Dinge, um sie vor Anderen bloß zu stellen, gemein und hinterhältig. Da die Schülerinnen in eine Klasse gehen, können sie sich nicht aus dem Wege gehen.“ Eine Situation die auch in der Arbeitswelt so gegeben sein könnte, wenn es um Geschäftsverteilungspläne und andere Mobbingmöglichkeiten geht wie die Arbeitszeitverordnung als weiteres Beispiel.

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Und mit welcher Grausamkeit heute Kinder mobben zeigt ein Fall, den die Tochter ihrer Mutter erzählt hat: „Völlig entrüstet erzählte Anna-Lena den jüngsten Vorfall: Die beiden Mädchen haben ihr im Pausenhof ihr Brot abgenommen und sie ausgelacht, weil sie nun nichts mehr zum Essen hatte. Das Schlimmste an der Situation war für Anna-Lena, dass die anderen Schüler tatlos zuschauten, statt sich einzumischen.“ Und das genau ist der wunde Punkt in unserer Gesellschaft, die vielen, vielen Wegschauer und Nichteinmischer. Die 12 jährige Anna-Lena hat das richtig formuliert,was uns Mobbingopfer angetan wird, und das vor den Augen anderer, die einfach wegschauen. Die Macht der Täter wird dadurch fast grenzenlos und sie steigern deshalb auch regelmäßig ihrer Mobbingattacken bezüglich Grausamkeit und Hinterlistigkeit, denn es kann Ihnen ja nichts passieren.

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Mein Büro, oder wenn man am Arbeitsplatz bespitzelt wird

Hier zeigt sich, wie in einer Gesellschaft sich mehr und mehr ein rechtsfreier Raum bildet. Und zurecht weist Anna-Lena und ihre Mutter daraufhin, um was es geht und was sich alle Opfer wünschen. „Zivilcourage nennt man das. Auf die innere Stimme hören und sich für Gerechtigkeit einsetzen. Immer wieder hört und ließt man in den Medien von Menschen, die ohne Rücksicht auf Konsequenzen für sich selbst den Mut aufbringen und helfen. Anna-Lena hätte sich die Unterstützung Ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen gewünscht“. Was wir nicht brauchen, sind Richter und Staatsanwälte die nicht ermitteln und Mobbing nicht zur Kenntnis nehmen wollen, Politiker die Wegschauen oder sich nicht Einmischen wollen und einfach nichts tun, und eben die vielen anderen Wegschauer und Nichteinmischer.

Und Kinder lernen nun mal von uns Erwachsenen, wie man sich verhält. Ob nun die Erwachsenen Täter, Opfer, Nichteinmischer oder Wegschauer sind. Ändert sich die Welt der Erwachsenen, so ändert sich auch die Welt der Kinder.

Letzte Änderung am 21.07.2015

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