Die LINKE versagt ihre Unterstützung im Kampf gegen Mobbing.

Doch zum Wahlkampf 2009 hätte man mit Unterstützung von Oskar Lafontaine, einem Mobbingopfer der SPD mehr erwartet, als sie jetzt verabschiedet hat. Kein Wort zu der gesellschaftlichen Seuche Mobbing. Auch wenn die Partei kluge Sprüche zitiert, so zum Beipsiel, „eine konsequente Demokratisierung aller Lebensbereiche ist die einzige Möglichkeit, ein demokratisches System lebendig zu halten,“ Oskar Negt, 2008 fehlen jedoch die Gesetzesanträge, die eine Gesetzgebung gegen Mobbing wie in Schweden einfordern.

Kigs gegen Mobbing.

Kigs gegen Mobbing.

Ein weiteres Beispiel zeigt, dass man in der LINKEN auch nicht annährend das Thema Ausgrenzung verstanden hat. Man zitiert wohl gerne, „in Deutschland  wächst die Kluft zwischen den Kindern, die gesund, abgesichert  und gefördert aufwachsen und solchen deren  Alltag durch Hoffnungslosigkeit, Mangel und Ausgrenzung geprägt ist. UNICEF-Bericht zur Lage  der Kinder in Deutschland 2008″. Doch wie Ausgrenzung stattfindet, analysiert man nicht und geht auch nicht auf Schüler und Kinder zu, die Tag täglich den Mobbingattacken vom Schulweg bis zum Internetgebrauch ausgesetzt sind. Hier nur zur Erinnerung der Artikel von mir aus der Onlinezeitung 24: Wie viele Ghettoschulen haben wir in Berlin?“

Nicht ein einziges Mal nimmt die LINKE Stellung zum Kampf gegen Mobbing, ob in der Arbeitswelt, den Hochschulen oder in der Alltagswelt unserer Kinder. Das Wahlprogramm der LINKEN für den Bundestagswahlkampf 2009 ist eine einzige Enttäuschung. Und ich sehe keinen Sinn darin, die LINKE zu wählen, wer solch einen gesellschaftlichen Missstand wie Mobbing ausklammert, dem fehlt etwas, nämlich soziale Kompetenz. Dabei lag der Partei zu ihrem Wahlparteitag vom 2.06 – 21. 06.09 ein Antrag der Basis vor, er kam aus Niedersachsen und wurde von Gysi und Konsorten platt gemacht.

Zur Poli AusHier ein Auszug aus dem Antrag: >>(3.) Auch gegen Mobbing, also Schikane, Intrige, Psychoterror und andere persönlichkeitsverletzende Handlungen in Organisationen, insbesondere am Arbeitsplatz und in Schulen setzen sich die Antragsteller ein. Mobbing richtet erhebliche ökonomische Schäden auf betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene an. Neben der Schaffung eines wirksamen Anti-Mobbing-Gesetzes soll nach den Vorstellungen der Antragsteller in Schulen Mobbing durch Aufklärung und Verhaltenstraining bekämpft und professionelle Mediation (Streitschlichtung) als Lösungsmethode von Konflikten praktiziert werden. Außerdem sollen Mobbingberatungsstellen unter Einbeziehung von Krankenkassen initiiert und unterstützt werden. Die Antragsteller fordern die Einrichtung eines weisungsunabhängigen Amtes einer/eines Mobbingbeauftragten. „Das Amt soll bundesweit aufklären, die Einhaltung der Bestimmungen gegen Mobbing kontrollieren, Betroffenen Hilfestellung geben, anonymisierte Mobbingfälle veröffentlichen und laufend statistische Erhebungen vornehmen“, wird der Antrag erläutert. In Behörden soll es anonyme Befragungen, externe Untersuchungen von Mobbingvorwürfen und ein Abstellen des Hierarchiedenkens bei Vorgesetzten und Wertung gegen ihre Funktionseignung geben. Die Textpassagen zum Schutz gegen Mobbing stammen inhaltlich aus dem Landeswahlprogramm 2008 der Partei im Landesverband Niedersachsen.<< Kein einziges Wort dazu jedoch im Wahlprogramm der Bundespartei, was für ein sozialer Notstand in einer Partei, die sich für Arbeitnehmer und sozial Schwache stark machen will.

0,6994,7106442-render-O4-,00Weshalb also im September 2009 die LINKE wählen, welches Recht wollen sie den für die Millionen von Mobbingopfern eigentlich bewirken?  Die LINKE, nein Danke, dann bekenne ich mich zur Gruppe der aktiven „Nichtwähler und Bürgerrechtler“. Es wird nicht mehr zwischen dem kleineren und größeren Übel unterschieden, wie es in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts der Fall war, das sollten die Altgenossen der DDR nun begriffen haben, oder?

Linksammlung:

http://die-linke.de/fileadmin/tpl/gfx/wahlen/pdf/BTW_Wahlprogramm_full_final_revMS_090515-1315.pdf

http://www.onlinezeitung24.de/article/1835

Letzte Änderung am 21.07.2015

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