Die verkohlte Generation.

Mobbing-Opfern wirft man immer vor, sie seien Querulanten, Whistle Blower oder Individualisten mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden, wie es eigentlich in einer Demokratie benötigt wird. Nicht umsonst und als Beweis für diese Notwendigkeit, sich gegen Unrecht und Schikane zu wehren, sei hier der Philosoph Jürgen Habermas erwähnt. Für ihn besteht  „die politische Kultur …. aus einem verletzbaren Geflecht von Mentalitäten und Überzeugungen, die nicht durch administrative Maßnahmen erzeugt oder auch nur gesteuert werden können.“

Sollte man also denken, wer sich anpassend und an der Norm ausrichtet, der bringt es eben zu etwas im Land der Piefkes. Diesem Schlachtruf der neoliberalen Zeitwende ab 1983 etwa, Schluß mit lustig und Politik an den Universitäten,  mit dem Beginn dieser unsäglichen Ära Kohl – Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern – ist eine ganze Hochschulgeneration gefolgt. Ohne zu hinterfragen, sich ein eigenes Weltbild zu schaffen oder zu erarbeiten, denn dafür gibt es keine 1,2 oder gar ein Diplom, haben sich diese 20 bis 40 jährigen folgsam allen Pflichten gebeugt. Konsum von Wissenschaft statt Studium könnte man den Weg beschreiben, und faule Beamte in der Position des Professors haben diesen Trend gefördert, so sei das ja auch in den USA und International.

„Von der Uni kommen sie mit besten Noten plus Praktika plus Auslandserfahrung. Sie haben alles richtig gemacht – und fassen dennoch kaum Fuß auf dem Arbeitsmarkt.“ Warum wohl? Diese Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski Generation – Philosophie als SAT 1 Mac für das Volk,  hat kein Gesicht und ist austauschbar wie eben ein Mac D oder C. Benotung hin oder her, das Leben erfodert mehr als Bobby-Cars, Märklin-Eisenbahnen, E-Gitarren, einen C64 und Gameboy. Das haben ihnen diese selbsternannten akademischen Elfenbeinbewohner nicht gesagt.

Der Alltag ist grausam und voller Hinterlist, das fängt schon bei Bewerbungen an, wer nicht zu erkennen gibt, das er abhängig ist, kein Vitamin B besitzt und sonst auch nicht für Gefälligkeiten zur Verfügung steht, der bekommt keine Chance, Krise hin oder her. Nicht für alle politischen Fehlentwicklungen kann die Finanzkrise und ihre Verursacher, die Heuschrecken etwas.

Nun hat ihnen der Spiegel eine Hommage gebastelt, in denen sie als die Krisenkinder von heute entlassen werden in das Morgen der Frühverrentung. So einfach ist das, wer  „Unterhaltungsshows bastelt, 90.000 Euro für seine  Ausbildung bekommt, einen riesigen Markt bastelt oder nur ein makelloses Curriculum Vitae“ vorweisen kann, steht geanuso vor der Tür wie der „Aussenseiter aus der Ghettoschule in Neukölln.

Wer nur nach Plänen lernt und nicht nach eigenem Bedarf und Interesse, dem fehlt einfach Kante und der wird im Alter ab 40 untergehen wie ein Mühlstein. Krisenkinder sind in erster Linie „verkohlte“ Kinder. Sie werden einfach immer nur Kinder bleiben wie Frau Schickedanz , der man Titel „ewige Tochter“ verliehen hat, den sich auch noch 2009 ihr eigen nennen darf ob nun über 60 oder 35, Karstadt-Quelle war ihr Untergang.

Krisengeneration

Krisengeneration

Und ihre Leitbilder und deren Philosophie der neolibralen Mac Raffke Gesellschaft, ob nun als Leitbild Helmut Kohl gilt  oder Angela Merkel, sind nur noch böse Albträume oder hoffungslose Kandidatin für die „Waschtrommel“ im Untergang der Piefke Gesellschaft. Und der Untergang der Kinder dieser Neoliberalen hat schon längst begonnen, Komasaufen bis der Erste stirbt gehört heute zu unserer Gesellschaft und der „verkohlten“ Krisengeneration wie der Rauch zum Feuer.

Letzte Änderung am 14.07.2015

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