Mobbing in der Beziehung

Werte.

Werte.

Um zu begreifen, wie weit Mobbing sich in unseren Alltag und Leben breit gemacht hat, sollte man sich das Buch „Mobbing in der Liebe: – wie es dazu kommt und was wir dagegen tun können.“ durchlesen. Der Autor, Wolfgang Schmidbauer hat sich zum Glück aller Vorurteil und Ängste im Umgang mit dem Thema Mobbing entledigt und in seiner Stduie sich den Gründen für Mobbing in der Paarbeziehung zugewandt.

Begleitend zu dem Artikel in ZEITPUNKT hat die Zeitschrift FREUNDIN eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Danach “ haben 33 Prozent der Frauen und 26 Prozent der Männer schon «Psychoterror» in der Beziehung erlebt.“ Und man darf nicht die Beziehungen übersehen, in denen Kinder mit davon betroffenen sind, was dann wieder zu einem bestimmten Verhalten führt, dass diese im Kindergarten und in der Schule an den Tag legen.

Eigentlich wäre das ein idealer Startpunkt zu einer großen Täteranalyse, Mobbing in der Beziehung, Schule, Alltag und am Arbeitsplatz. Doch dazu haben unsere Politiker keine Mut, um so was in Auftrag zu geben. Zu erschüttert wären sicherlich die Ergenisse, dass eben Täter dazu neigen, überall zu mobben und schikanieren, wo ihnen die Möglichkeit gegeben wird.

Einer fehlt!

Einer fehlt!

Schmidtbauer hat Sieben Thesen zum Mobbing in der Liebe in seiner Studie ausgearbeitet, wie es zu Mobbing im privaten Bereich kommt. Wobei mir 5 besonders wichtig erscheinen, das sie sehr weit in den beruflichen Alltag hineinwirken oder Ursachen haben, die auch im beruflichen Alltag wirken.

– „Mobbing ergibt sich aus einem Übermass an Abhängigkeit. 

–  Der Partner mit den besseren beruflichen Rückzugsmöglichkeiten erklärt sich zum Mobbing-Opfer und zementiert dadurch eine Entwicklungsblockade. («Da komm ich todmüde von der Arbeit nach Hause, und du bist nur unzufrieden und nörgelst an mir herum!»)

 – Kinder werden in das Mobbing hineingezogen, entweder als spezielle Rückzugsmöglichkeit oder aber als Bundesgenossen. («Wenn ich unserem Sohn klarmachen will, dass er als Weichling im Leben nicht zurechtkommen wird, füllst du mir in den Rücken und verziehst ihn!»)

– Mobbinggefährdete ziehen sich an. Sie sehnen sich nach Harmonie, die während der Illusionsphase dem Partner zugesichert wurde. («Ich werde für deine Kinder aus erster Ehe besser sorgen als ihre leibliche Mutter!»)

–  Erhöhte Gefährdung für das Mobbing in der Liebe beruht auf:

a) überlastungen der Kränkungsverarbeitung in Kindheit und Jugend (Scheidungsfamilie, ein suchtkranker Elternteil, Migrationsschicksal, traumatische Erfahrungen mit Eltern oder Angehörigen).

b)  Kompensation dieser frühen Verletzungen durch ausgeprägtes Leistungsverhalten und Perfektionismus, verbunden mit Illusionen über die Macht eigenen Bemühens. («Ich werde in jedem Fall eine bessere Ehe führen als meine Eltern!»)“

 

Aus Schmidbauer: Mobbing in der Liebe, S. 22

Letzte Änderung am 14.07.2015

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