Politiker sollen etwas gegen Mobbing tun.

Mobbingerlebnis

Mobbingerlebnis

Um sich jedoch dagegen zu wehren, braucht es heute leider mehr als unfähige Arbeitsgerichte die nichts bringen, Staatsanwälte die nur widerwillig ermitteln, Gewerkschaften deren Funktionäre und Betriebsräte oft selber gerne mobben und Politiker die ihren Wählerauftrag nicht wahrnehmen und sich im Wegschauen hervor tun. Diese Beobachtung machen auch unsere Kinder in ihrem Schulalltag und im Wedding und in Kreuzberg haben sie sich aufgemacht das zu ändern. Während bei den Eltern und den Berufpolitikern die Meinung vorzuherrschen scheint, eine Schule ohne Mobbing gibt es nicht, haben unsere Kinder andere Ziele. Offensichtlich sind wir schon alle kleine Piefkes geworden, die sich nicht mehr wehren wollen oder können, weil wir faul, krank oder ebenfalls Opfer waren oder sind. Doch was soll das für ein Grund sein?

Kindermuseum Labyrinth

Kindermuseum Labyrinth

Diese Frage haben sich die Kinder und Jugendliche, Lehrer und Erzieher aus zwei Berliner Schulen auch gestellt und haben unter der Federführung des Kindermuseums Labyrinth mit der Rudolf-Wissel-Grundschule in Wedding und der Bürgermeister-Herz-Grundschule in Kreuzberg sich dem Thema Mobbing in der Schule angenommen. Parallel dazu gibt es eine „ Ausstellung  >Volles Recht auf Spunk und Spiel< zu sehen, die sich mit den „Rechten der Kinder gemäß der UNO-Kinderrechtskonvention befasst und in Kooperation mit schwedischen Institutionen aufgebaut wurde“.

Doch wer soll sich nun für die Rechte der Schüler oder Kinder stark machen? In Schweden, wo könnte es auch anders sein, gibt es dazu ein „Ministerium mit 25 Mitarbeitern“ und eine Ombudsfrau. Denn man ist sich in Europa im klaren darüber, dass „Kinder das Recht darauf (haben), in die Schule zu gehen, ohne gemobbt zu werden.“

Einer fehlt oder

Einer fehlt oder „Sie haben sie in den Bauch geschlagen.“

Was Mobbing an der Schule heißt, haben die Kinder und Lehrer auf ihrer Website gut und treffen formuliert. „Bis zu drei Kinder in einer Klasse geben zu, regelmäßig zu mobben“, sagt Reimer Knaack, Diplom-Psychologe im Schulpsychologischen Dienst Ratzeburg. „Genauso viele Kinder werden gemobbt.“

Doch überraschen dürfte es bei dem Umgang mit Mobbing in Deutschland und dem ständigen analysieren der Opfer auf gemeinsame Merkmale nicht, wenn Aussagen wie folgende zustande kommen. „Die meisten Betroffenen, weiß Walter Taglieber, Autor der „Berliner Anti-Mobbing-Fibel“, schämen sich dafür, dass sie gemobbt werden und wollen nicht darüber reden. Die meisten glauben sogar, dass sie es verdient haben, gemobbt zu werden.“ Opfer bestrafen sich schon selber, dass sie sagen, ich habe es verdient Opfer zu sein. So was kann man wohl nur verstehen, wenn man weiß, welche heimlichen Werte in unserer Piefke Gesellschaft gelten. Nur diese haben noch nie zu einem sozialen Gemeinwesen geführt. Warum haben wohl so viele Angst davor, die Täter zu analysieren? Weil vielleicht sich zu viele in den Profilmustern der Täter sich wieder erkennen?

Und daher haben die Kids in der Soldiner Straße sich mal als Reporter betätigt und Interviews zu Mobbing geführt.

Aber wie haben sie sie geschlagen?
Sie haben sie in den Bauch geschlagen.“

Und solche sozialen Umgangsformen, gelernt von Kindesbein an, sind dann die Grundlage für Mobbing in der Erwachsenenwelt, darüber sollten sich insbesondere unsere professionellen Wegschauer, die Politiker im Klaren sein. Von daher ist die Forderung der Kinder auch die der Erwachsenen und sollte in jedem Workshop und Kongress zu Mobbing klar dargestellt werden,

Politiker sollen etwas gegen Mobbing tun oder müssen es sogar, denn sie haben die Macht dazu, dafür werden sie von uns gewählt, sie stehen so mit in der Bringschuld.

Die AMR wird dazu eine Mitmachaktion ins Leben rufen, in dem der Bundespräsident als einer der wichtigsten Repräsentanten schriftlich aufgefordert wird, endlich was gegen Mobbing zu tun und im September dann unsere Kandidaten zum Bundestag, denn was wollen die da, wenn sie nichts gegen die soziale Volksseuche Mobbing tun? Was unsere Kinder können, können wir doch wohl auch, oder?

Letzte Änderung am 14.07.2015

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