In der Welt der bunten Bilder tauchte Ernst Prost, Chef von Liqui Moly, einem Hersteller von Motoröl gerne als sozial eingestellter Mittelständler auf, ”der deutsche Qualitätsprodukte in die ganze Welt liefert, hierzulande Arbeitsplätze sichert und den mächtigen Konzernen tapfer die Stirn bietet”.
Mächtig war er aber auch, wenn es um den “Gossenton” gegenüber Mitarbeitern geht. Keine asoziale Formulierung hat der schwäbische Chefideologe des Mittelstandes ausgespart. Aufgeflogen ist sein wahres Gesicht durch eine Mail die er 2009 an alle 500 Beschäftige seines Schmierstoffimperiums verschickt hat, um einen Ex-Mitarbeiter fertig zu machen. (1)
Die Mail trug unter Betreff schon das Niveau, dass für Prost wohl nur erreichbar war und ist: “Pfui Teufel“. Und weiter geht es dann mit der Beleidigung, sie ”jämmerliche(r) Spesenbetrüger, der hinterfotzig auf Firmenkosten mit seinem angetrauten Mann mehr auf Lustreisen als auf Dienstreisen” gehe. Nichts gearbeitet, der Firma geschadet, gelogen und betrogen. Ich sage Ihnen, ich könnte brechen.”(2)
Öffentlich will nun der möchtegern Strahlemann Ernst Prost nicht mehr auftreten, nach dem dem Stern “interne Firmenunterlagen vorliegen, die zeigen, wie (er) Mitarbeiter mobbt und bedroht”. Als “(g)eschäftsführender Gesellschafter von Liqui Moly” wird er jedoch weiter seine Macht gegenüber den Beschäftigten zeigen dürfen, so was nennen wir dann Demokratie. (1)
1) http://www.autohaus.de/mitarbeiter-mobbing-liqui-moly-chef-in-der-kritik-1119273.html