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ARD-Mobbingopfer lehnt Vergleich ab

6. April 2011

Bisher war die  ARD dafür bekannt, dass sie über Mobbing berichtete, doch seit geraumer Zeit beklagen sich mehr und mehr Mitarbeiter über Mobbing in dieser öffentlich, rechtlichen Sendeanstalt, die durch die GEZ-Gebühren von unserem Geld existiert und für uns Bürger da sein soll.

“Die Führungsebene der ARD wird von einer schweren arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung erschüttert”. (1) Konkret geht es um die Arbeitsbedingungen der Generalsekretärin der ARD, Verena Wiedemann, die seit dem “Jahr 2006, vor allem auf Initiative des damaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen, in Berlin” tätig war.

” Verena Wiedemann (53) hat Klage gegen die Intendanten der ARD wegen Mobbings erhoben”, “da sie (wegen) Ausgrenzung, Diskriminierung und Missachtung  .. psychisch erkrankt sei und sich in medizinischer Behandlung befinde”. (2)

Nun fand vor der 59. Kammer des Berliner Arbeitsgerichts unter dem Geschäftszeichen 59 Ca 1881/11 die sogenannte Vergleichsorgie oder offiziell Gütetermin genannt, statt, den der Anwalt von Frau Wiedemann, Hans Georg Meier (Berlin) wohl scheitern ließ, da die ARD unter ihrem Rechtsvertreter Schmitt-Rolfes nicht bereit war, die Forderungen der Klägerin zu erfüllen.

Offenbar hat Frau Wiedemann sich hier sehr klug verhalten und will nun mit Unterstützung ihres Anwaltes – was selten der Fall ist bei Mobbingklagen (3) – “ein “Riesenverfahren” vor Gericht durchsetzen. Ihr Anwalt “beabsichtige, sämtliche Intendanten als Zeugen vor das Landgericht laden zu lassen”, was dann sicherlich spannend wird wie ein Hollywood Film. (1)

Denn die Mobbing-Attacken standen wohl im Zusammenhang mit der Auflösung des Arbeitsbereiches der Klägerin und man wollte sie so zur Eigenkündigung zwingen, was dann auch eine Mobbing-Klage unmöglich gemacht hätte, denn die eigene Kündigung schließt den Erfolg einer Mobbingklage leider aus, was viele Opfer nicht wissen können und man ihnen auch nichts sagt. (4)

“Hintergrund der Auseinandersetzung sei die Absicht der ARD, das Generalsekretariat wieder abzuschaffen, sagte Meier der Berliner Zeitung. In diesem Fall müsse Wiedemann jedoch freigestellt werden, und es würden Versorgungsbezüge für sie fällig, die die ARD nicht zahlen wolle. Deshalb habe sie beschlossen, das Sekretariat vorerst weiterzuführen und seine Mandatin derart zu mobben, dass sie von sich aus kündige”. (1)

Man kann nur hoffen, dass wegen der hohen Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, das Mobbing-Opfer Verena Wiedemann sich nicht einschüchtern lässt und den Rechtsweg voll ausschöpfen kann, auch wenn sie das unsägliche Arbeitsgericht Berlin-Brandenburg unter der desolaten Leitung von Dr. Gerhard Binkert überstehen muss. Erinnert sie nur an die legendären Urteile im Fall “Emmely“, die dann vom BAG aufgehoben worden sind.(5)

1)http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0322/medien/0022/index.html

    http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/03/29/arb-mobbt-top-managerin-krank/

2)http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,752519,00.html

3)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2011/04/05/immer-mehr-anwalte-wollen-bei-den-arbeitsgerichten-abzocken/

4)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2009/11/03/mobbing-verletzungen-des-personlichkeitsrecht/

5)http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2010/02/22/weiterhin-bewegung-im-fall-%e2%80%9eemmely%e2%80%9c/


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